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Bayern 2

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kulturWelt

05.00 Uhr
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05.03 Uhr
BR-Heimatspiegel

Mit Volksmusik gut in den Tag

06.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

06.05 Uhr
radioWelt

Magazin am Morgen Gespräch mit Katarina Barley (SPD), Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments: vor dem Brexit-Vollzug Gespräch mit Prof. Norbert Frei, NS-Historiker Universität Jena, zu 75 Jahren Auschwitz-Befreiung Von der Schweinepest bis zum Corona-Virus - wann war die Sorge berechtigt, wann wurde überreagiert? Wie Holocaust-Überlebende immer noch um Anerkennung kämpfen Immer mehr Menschen klettern, deswegen ist gegenseitige Rücksichtnahme wichtig Die Presse mit Ralf Borchard Gedanken zum Tag Ende der Welt von Heike Simon 6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr 7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 7.28 Werbung

08.30 Uhr
kulturWelt

Wer macht das Rennen? Gespräch zu den Grammy Awards 2020 Die Macht der Elfen Benjamin Brittens Oper "Sommernachtstraum" an der Deutschen Oper Berlin Von Peter Jungblut Macht mithilfe der Geschichte Russland und Polen streiten um die Auslegung der Geschichte des 20. Jahrhunderts Von Martin Sander Machtdynamiken zwischen den Geschlechtern "Die Wahrheiten" von Sarah Nemitz und Lutz Hübner am Schauspiel Stuttgart Von Michael Laages Musik: Bohren & der Club of Gore, "Patchouli Blue" [Pias]

09.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

09.05 Uhr
radioWissen

Anita Lasker-Wallfisch Die Cellistin von Auschwitz Die Nürnberger Prozesse Nazi-Kriegsverbrecher vor Gericht Das Kalenderblatt 27.1.1967 Abkommen über die friedliche Nutzung des Weltraums Von Thomas Grasberger Anita Lasker-Wallfisch - die Cellistin von Auschwitz Autorin: Carola Zinner / Regie: Martin Trauner "Obwohl ich kahlgeschoren war und eine Nummer auf dem Arm trug, hatte ich meine Identität nicht vollständig verloren. Ich war 'die Cellistin'." Anita Lasker-Wallfisch verdankt ihr Überleben im KZ vermutlich einzig und allein der Tatsache, dass sie Cello spielen konnte. Denn dieses Instrument fehlte noch im "Mädchenorchester von Auschwitz". Und so wurde die 18-Jährige, Tochter aus bürgerlichem Hause mit jüdischen Wurzeln, noch an dem Tag ihrer Ankunft im Vernichtungslager von der Leiterin des Orchesters "engagiert". In ihren Lebenserinnerungen "Ihr sollt die Wahrheit erben" erzählt Lasker-Wallfisch die atemberaubende Geschichte ihres Überlebens. Nach der Befreiung wanderte die junge Frau zusammen mit ihrer Schwester und Schicksalsgefährtin Renate nach Großbritannien aus, wo sie unter anderem Mitbegründerin des English Chamber Orchestra wurde. Bis heute hält Anita Lasker-Wallfisch an deutschen Schulen Lesungen und Vorträge, in dem sie die Geschehnisse bezeugt und zu einem friedlichen Miteinander aller Menschen auffordert. Die Nürnberger Prozesse - Nazi-Kriegsverbrecher vor Gericht Autorin: Gerda Kuhn / Regie: Sabine Kienhöfer Nach dem Grauen des Zweiten Weltkrieges kam der Versuch, das gigantische Unrecht des NS-Regimes juristisch aufzuarbeiten. Bei den Nürnberger Prozessen mussten sich erstmals in der Geschichte Kriegsverbrecher offiziell vor einem Gericht verantworten. Führende NS-Größen wie Julius Streicher, Rudolf Hess und Wilhelm Keitel sollten erklären, warum sie das Terror-Regime der Nazis unterstützt hatten. Viele schoben die Schuld auf Adolf Hitler ab und argumentierten, sie hätten letztendlich nur Befehle ausgeführt. US-Chefankläger Robert Jackson hatte ein ehrgeiziges Ziel: In Nürnberg, so hatte der Richter vom US-Supreme Court versprochen, werde "die Ordnung der Welt nach den Grundsätzen des Rechts" beginnen. Dabei versuchte das Internationale Militärtribunal, etwas zu sühnen, was eigentlich gar nicht gesühnt werden konnte. Zudem setzten die Siegermächte eigene Schwerpunkte: Als zentrales Verbrechen der Nazis galt der Angriffskrieg, der Holocaust spielte dagegen eine eher nachgeordnete Rolle. Und obwohl mit den Nürnberger Prozessen eine neue Epoche des Völkerrechts begann, dauerte es noch Jahrzehnte, bis nicht mehr die Rechte von Staaten, sondern von Menschen in den Mittelpunkt rückten, wie beispielsweise beim UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag über die Menschenrechtsverletzungen im ehemaligen Jugoslawien. Im November 1945 trat der Nürnberger Gerichtshof erstmals im Saal 600 des Justizpalastes zusammen. Ein Jahr später endete der Prozess mit der Hinrichtung von zehn Männern: sie fanden den Tod durch den Strang. Andere erhielten Haftstrafen, wenige, wie Hitlers ehemaliger Bankchef Hjalmar Schacht, wurden freigesprochen. Reichsmarschall Hermann Göring und NSDAP-Reichsleiter Robert Ley begingen wenige Stunden vor der geplanten Hinrichtung Selbstmord. Nach dem Hauptprozess gab es bis 1949 noch zwölf weitere so genannte Nachfolge-Prozesse gegen Verantwortliche des NS-Regimes. Moderation: Michael Zametzer Redaktion: Thomas Morawetz

10.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

10.05 Uhr
Notizbuch

Notizbuch-Anrufsendung: Vorbereitung auf den Notfall - Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht & Co. Rufen Sie an: 0800/246 246 9 (kostenfrei) - im Studio: Tanja Unger, Fachanwältin für Medizinrecht radioReportage: Auf Kur mit Gert - Begegnung mit einem Auschwitz-Überlebenden in Deutschland Von Gabriele Knetsch Wohin mit ausgedienten Akkus? Die Geschichte unserer Wegwerfgesellschaft Gespräch mit Prof. Wolfgang König, Buchautor Wochenserie: "Wildkatze, Rebhuhn und Co. - unterwegs mit Artenkennern" Moderation: Oliver Buschek 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 11.56 Werbung

12.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

12.05 Uhr
Tagesgespräch

Telefon: 0800 - 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.bayern2.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha

13.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

13.05 Uhr
radioWelt

Magazin am Mittag Gespräch mit Jürgen Kaiser, politischer Koordinator des Bündnisses "Erlassjahr.de": Schuldenreport 2020

13.30 Uhr
Bayern 2-regionalZeit

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken * Holocaust-Gedenktag: Wie Jugendliche an das dunkle Kapitel deutscher Geschichte erinnern *

14.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

14.05 Uhr
radioReisen

Reisegeschichten für starke Nerven Kolumbien, Südafrika, Kanada Urlaub mit Drogenlords und niedlichen Tieren? Das kolumbianische Medellín galt dank Pablo Escobar lange als gefährlichste Stadt der Welt, das südafrikanischen St. Lucia warnt vor Flusspferden, denn sie spazieren gern auch mal durchs Dorf und in Kanada ist der Klimawandel die wahre Gefahr, nicht der Eisbär. Moderation: Bärbel Wossagk Wiederholung vom Sonntag, 13.05 Uhr Medellín - Urlaub in der gefährlichsten Stadt der Welt Seit der Kolonialzeit ist Medellín eine Handelsstadt - für legale und illegale Produkte. Im 20. Jahrhundert ist Medellín durch die Landflucht auf fast das Vierzigfache seiner ursprünglichen Einwohnerzahl gewachsen. Als in den 1970er Jahren nach der Wirtschaftskrise, auch die Demokratie in ein tiefes Loch fiel, nutzten FARC-Rebellen, rechte Paramilitärs und Drogenkartelle das Machtvakuum und versetzten die Stadt in Angst und Schrecken. Bürgerkriegsähnliche Zustände machten Medellín zu einem Ort, in dem man nicht mehr leben wollte. Heute bestimmen nicht mehr Mordraten, Kriminalitätsstatistik und Comunas, Stadtviertel voller Armut und Jugendbanden, das Image der Stadt. Stattdessen erstrahlt Medellín mit Künstlervierteln, Innovationspreisen und Nachbarschaftsprojekten in neuem Glanz. Von Tom Noga Happy Hippos im iSimangaliso Wetland Park Der iSimangaliso Wetland Park: In der Zulu-Sprache bedeutet "Isimagaliso" auch Park der Wunder. Im wasserreichen Areal mit riesigen Feuchtgebieten lebt die größte Hippo-Population Afrikas. Die Flusspferde laufen sogar nachts durchs Dorf zum Grasen. Überall sieht man Warnhinweise, denn Hippos sind gefährlich. Ob sie in Afrika allerdings wirklich mehr Todesfälle verursachen als Tiger, Löwe und Krokodil ist nicht belegt. Klar ist aber, dass sie selbst gefährdet sind. Conny Frühauf hat eine Bootstour zu den Hippos gemacht und eine Bewohnerin getroffen, die sich mit den Affen auf ihrem Grundstück einen Baum zum Schlafen teilt. Wer in St. Lucia lebt, muss sich den Raum eben mit den vielen wilden Tieren teilen. Von Conny Frühauf Auf den Spuren der Eisbären an die Hudson Bay In Churchill, der Eisbären-Metropole der Welt, geht Simon Berninger der Frage nach, ob Eisbären noch so leben, wie er sich das als Kind - mit Lars, dem kleinen Eisbär als Held - so erträumt hat. Oder ob Eisbären heute wegen des Klimawandels alle so abgemagert sind, wie auf manchen Fotos zu sehen? Von Simon Berninger

15.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

15.05 Uhr
radioWissen am Nachmittag

Fridtjof Nansen Polarforscher, Zoologe, Diplomat Nordpol und Südpol Extreme Lebensräume Das Kalenderblatt 27.1.1967 Abkommen über die friedliche Nutzung des Weltraums Von Thomas Grasberger Fridtjof Nansen - Polarforscher, Zoologe, Diplomat Autor: Sebastian Kirschner / Regie: Eva Demmelhuber Er ist als einer der großen Polarforscher in die Geschichte eingegangen - doch das wird dem Leben von Fridtjof Nansen nicht einmal ansatzweise gerecht. Ende des 19. Jahrhunderts durchquert der Norweger als Erster das eisige Innere Grönlands und macht sich daneben als Pionier der damals noch jungen Neurologie einen Namen. Aber die Polarforschung hat den studierten Zoologen bereits fest in ihren Bann gezogen. Als Nansen 1896 von einer weiteren Expedition, diesmal zum Nordpol, mitsamt seinem Team unversehrt zurückkehrt, ist sein Ruhm endgültig zementiert. Fridtjof Nansen ist gerade 35 Jahre alt und alle feiern ihn als Held - zuhause in Norwegen und auf der ganzen Welt. Dabei ebnet ihm all das nur den Weg für seine nun folgenden Aufgaben. Aufgaben, bei denen Fridtjof Nansen hunderttausenden Menschen das Leben rettet. Während des ersten Weltkriegs organisiert er umfangreiche Hilfen gegen die Hunger- und Flüchtlingskatastrophen. 1922 hilft er staatenlosen Flüchtlingen mit dem von ihm erdachten "Nansen-Pass". Noch im selben Jahr erhält er für seine Bemühungen um die Friedenspolitik den Friedensnobelpreis. Ein Porträt über einen rastlosen Geist zwischen Eis und Politik. Nordpol und Südpol - extreme Lebensräume Autor: David Globig / Regie: Christiane Klenz Weiße, schier endlose Eiswüsten, Winter-Temperaturen von minus 40 Grad Celsius und darunter: Auf den ersten Blick erscheinen Nord- und Südpol wie Zwillinge. Doch die zentrale Arktis und Antarktis sind nicht nur extreme Regionen, sondern auch extrem unterschiedlich. Während sich am Südpol ein großer Teil der Eismassen kilometerhoch auf festem Land türmt, schwimmt das Eis am Nordpol auf dem Meer - eine nur wenige Meter dicke Schicht. Trotz der unwirtlichen Bedingungen zieht es Wissenschaftler regelmäßig in die Polargebiete. Klimaforscher und Glaziologen wollen z.B. herausfinden, wie sich die Erderwärmung auf die Eisschilde auswirkt; und wie diese Veränderungen ihrerseits den Klimawandel beeinflussen. Biologen möchten verstehen, wie sich das Leben an die Bedingungen an den Polen angepasst hat - und wie es auf Klimawandel und Umweltverschmutzung reagiert. Sie alle sind fasziniert von Landschaften, die einzigartig sind - aber auch extrem gefährdet. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Nicole Ruchlak

16.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

16.05 Uhr
Eins zu Eins. Der Talk

Stefan Parrisius im Gespräch mit Wolfgang Bendick, Autor Wiederholung um 22.05 Uhr Vor der Bundeswehr floh er mit dem Motorrad in die Türkei und zu Fuß weiter nach Pakistan und Indien. Später setzte er als Matrose nach Australien über. Heute betreibt Wolfgang Bendick (geb. 1948) eine Almwirtschaft in den Pyrenäen.

17.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

17.05 Uhr
radioWelt

Magazin am Abend Pro und Contra: Muss Hightech-Ausstattung bei Outdoor-Sportarten sein? 17.23 Werbung 17.25 Börsengespräch 17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr

18.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

18.05 Uhr
IQ - Wissenschaft und Forschung

Corona-Virus Wie schnell kann es einen Impfstoff geben? Bröselnd wie Blätterteig Die schwierige Konservierung des Tempels von Angkor Wat Moderation: Stefan Geier

18.30 Uhr
radioMikro

Ich bin sooo sauer! Das radioMikro Megafon von der Wut Von und mit Anne Buchholz und Ursel Böhm

18.53 Uhr
Bayern 2-Betthupferl

Geschenkeprofis Geschenke basteln Von Silke Wolfrum Erzählt von Pauline Fusban Biene und Floh wollen Papa eine Stiftebox aus leeren Klopapierrollen basteln. Aber wo bekommen sie acht leere Rollen her? Gut wäre, wenn jemand Durchfall bekäme...

19.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

19.05 Uhr
Zündfunk

Zu Gast: Autorin Kübra Gümüsay mit ihrem neuen Buch "Sprache und Sein" Mit Bärbel Wossagk und Achim Bogdahn Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk

20.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

20.05 Uhr
Hörspiel

Märzengrund Von Felix Mitterer Mit Bernhard Eberharter, Heinz Tipotsch, Magdalena Wurm, Martha Brugger, Gebhard Eberhart und Elisabeth Angerer Komposition: Maria Ma Regie: Martin Sailer ORF 2018 Wiederholung vom Sonntag, 15.05 Uhr Was treibt den Zillertaler Bauernsohn Elias dazu an, sich allen Erwartungen seiner Umwelt radikal zu entziehen, sein Erbe auszuschlagen, sich in den "Märzengrund" zu begeben und diese hochgelegene Alm 40 Jahre nicht mehr zu verlassen, bis ihn das Schicksal in ein Altenheim verpflanzt, wo er keine Wurzeln mehr schlagen kann? Felix Mitterer ist auf diese reale Geschichte gestoßen und hat das Recherchierte mit seiner Poesie verbunden. Realisiert wurde das Hörspiel im Landesstudio Tirol mit bühnenerprobten Laien aus dem Zillertal. Denn sie wissen, was dort der Märzengrund bedeutet. Felix Mitterer, geb. 1948 in Achenkirch, Tirol. Dramatiker und Schauspieler, tätig als Theater- und Drehbuchautor, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Dramen unter anderem Drachendurst (2011), Jakob der Letze (2013), Märzengrund (2016), Brüderlein Fein (2019). Das Hörspiel Märzengrund wurde unter anderem mit dem ORF-Hörspielpreis des Jahres 2018 ausgezeichnet.

21.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

21.05 Uhr
Theo.Logik

Gegen das Vergessen - wie Erinnern heute gelingen kann Grenzen überwinden - wie der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz das Leben eines Muslims verändert hat Von Daniel Knopp Versöhnung wagen - die Erinnerungsarbeit in der Gedenkstätte Dachau Von Barbara Schneider Judenhass nach dem Holocaust - das Attentat auf ein jüdisches Altenheim in München Von Antje Dechert Den Hass überwinden - das Jüdisches Kammerorchester in München Von Kristina Dumas Interview mit Rüdiger Mahlo, deutscher Repräsentant der Claims Conference in Deutschland Moderation: Wolfgang Küpper Heute vor genau 75 Jahren befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Den Soldaten bot sich ein Bild des Grauens. In Auschwitz zeigte sich das ganze Ausmaß der Tötungs- und Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten, die rund sechs Millionen Juden ermordeten. Der Name Auschwitz ist Sinnbild des Holocausts, er steht als Symbol für die Verbrechen der Nationalsozialisten gegen die Menschlichkeit und das unsagbare Leid. Vor 15 Jahren erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Holocaust-Gedenktag. Inzwischen sind nur noch wenige Zeitzeugen am Leben, die von den Verbrechen der Nationalsozialisten und dem menschenfeindlichem Regime berichten können. Die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland und antisemitische Übergriffe wie auf die Synagoge in Halle zeigt jedoch, wie wichtig das Erinnern heute ist. Theo.Logik fragt deshalb nach: Wie kann Gedenkkultur heute gelingen? Theo.Logik macht sich auf Spurensuche: In Dachau, wo auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau die Versöhnungskirche steht, einem Ort, wo seither intensiv die deutsche Vergangenheit aufgearbeitet wird. Aber auch in Auschwitz. Vor fünf Jahren hatte Reporter Daniel Knopp einen Muslim bei seiner Reise zu dem Ort des Verbrechens begleitet. Heute fragt er nach: Wie hat der Besuch sein Leben verändert? Theo.Logik schaut aber auch auf den Antisemitismus im Deutschland nach 1945: Antje Dechert berichtet über den Anschlag auf ein jüdisches Altersheim in München 1970 und seine Folgen. Im Interview sprechen wir mit dem deutschen Repräsentanten der Claims Conference, Rüdiger Mahlo, über die Entschädigung der Opfer des Nationalsozialismus, aber auch über die prekären Lebensbedingungen, in denen sich Holocaust-Überlebende heute oft befinden.

22.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

22.05 Uhr
Eins zu Eins. Der Talk

Stefan Parrisius im Gespräch mit Wolfgang Bendick, Autor Wiederholung von 16.05 Uhr Vor der Bundeswehr floh er mit dem Motorrad in die Türkei und zu Fuß weiter nach Pakistan und Indien. Später setzte er als Matrose nach Australien über. Heute betreibt Wolfgang Bendick (geb. 1948) eine Almwirtschaft in den Pyrenäen.

23.00 Uhr
Nachrichten, Wetter, Verkehr

23.05 Uhr
Nachtmix

Blue Monday Musik von Nicolas Godin, Thundercat und den Pet Shop Boys Es wird verlautbart, das neue Album vom französischen Air-Maître Nicolas Godin sei der Architektur gewidmet. Deshalb der Titel: "Concrete And Glass". Beton und Glas. Es kommt uns durchsichtig, manchmal federleicht, öfter erdenschwer und melancholisch ins Haus. Es fühlt sich vertraut an für alle, die mit Air den besseren Teil ihrer jüngeren Jahre verbracht haben, aber doch auch ein wenig hüftlahm. Älter geworden halt. 50 inzwischen. Neil und Chris dagegen, die beiden Pet Shop Boys, eine halbe Generation älter als Godin, scheinen gefeit gegen Zipperlein und Altersschwäche. Wo ist der Jungbrunnen der beiden Electropop-Heroes? In Berlin, dem Ort, der lange "Hotspot" war und es manchen immer noch ist. Super-Bassist Thundercat aus L.A. bezieht sich musikalisch im neuen Song "Black Qualls" auf die 70er-Jahre-Discofunk-Ära, ebenfalls federleicht /erdenschwer, und er verhandelt das zurzeit alles bestimmende Thema bei afro-amerikanischen MusikerInnen: Wo stehen wir im Moment als "black people" und wie gehen wir damit um? "That's a sign of the time", so heißt ein Song, der einst in Monroe, Georgia entstanden ist und von den Floyd Family Sisters gesungen wurde. Diese Gesangsgruppe kam vom traditionellen Gospel her, aber die Zeichen der Zeit standen in den 70er Jahren auf Veränderung. Ein kleiner Dokumentarfilm, in Auftrag gegeben von David Byrnes Luaka Bop-Label, erzählt jetzt von diesen nie wirklich berühmt gewordenen Künstlern. Viel Hoffnung haben sie in bessere Zeiten gesetzt damals. Ihre innigen Soul-Songs sind wie Gebete. Das Video ist Bebilderung und Narrativ zur im vergangenen Herbst erschienenen wunderbaren Compilation "The time for peace is now".

00.00 Uhr
Nachrichten, Wetter

00.05 Uhr
Reflexionen

Mit Gedanken zum Tag und Kalenderblatt 28.1.1813 - Jane Austens "Stolz und Vorurteil" erscheint

00.12 Uhr
Concerto bavarese

Günter Bialas: "Concerto lirico" (Tzimon Barto, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Christoph Eschenbach); Wilhelm Killmayer: Aus "Hölderlin-Lieder", 2. Zyklus (Christoph Prégardien, Tenor; Ensemble Kontraste); Karl Amadeus Hartmann: Symphonie Nr. 7 (Bamberger Symphoniker: Ingo Metzmacher); Hans Werner Henze: Konzert Nr. 2 (William Reimer, Bassbariton; Brenton Langbein, Violine; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Ladislav Kupkovic)

02.00 Uhr
Nachrichten, Wetter

02.03 Uhr
Das ARD-Nachtkonzert (II)

Georg Philipp Telemann: Orchestersuite c-Moll (La Stagione Frankfurt: Michael Schneider); Joachim Raff: Klaviertrio D-Dur, op. 158 (Trio Opus 8); Étienne-Nicolas Méhul: Symphonie Nr. 2 D-Dur (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Jan Koetsier); Igor Strawinsky: Konzert (Marc-André Hamelin, Leif Ove Andsnes, Klavier); Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichersymphonie Nr. 7 d-Moll (Concerto Köln)

04.00 Uhr
Nachrichten, Wetter

04.03 Uhr
Das ARD-Nachtkonzert (III)

Paul Hindemith: "Der Schwanendreher" (Tabea Zimmermann, Viola; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Hans Graf); Rachel Portman: "Oliver Twist", Fagan in prison (Royal Philharmonic Orchestra: Tolga Kashif); Claude Debussy: Fantasie (Florian Uhlig, Klavier; Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Pablo González)

04.58 Uhr
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