Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Evolution und Musik Warum Menschen Musik machen Von Martin Schramm Was haben das "Brabbeln von Babys", das "Brüllen von Gorillas", die "Gesänge von Fußballfans" und eine "Sinfonie von Beethoven" gemein? - Eine ganze Menge, sagen Musikforscher heute und erkunden in einer Art "Evolutionären Musikforschung" das Phänomen längst in seiner ganzen Breite: Warum machen wir überhaupt Musik? Wie kam sie in unsere Welt? Sind auch Tiere musikalisch? Warum ist und war Musik "nützlich" und konnte sich im Laufe der Evolution durchsetzen? Stimmforscher lauschen dazu bereits den Schreien der Kleinsten: Unmittelbar nach der Geburt legen Babys ein erstaunliches Musiktalent an den Tag - und das ohne jedes Training. Vieles spricht dafür, dass aus einer Art "Urlautsystem", einem bewährten "Emotionstransporter", eine Art "Urmusik" wurde - und daraus schließlich das, was wir heute unter Musik verstehen: Gesänge, Tänze bis hin zu raffinierten Kompositionen. Musik sorgt im Alltag außerdem für klare Vorteile; sie macht aus Einzelkämpfern ein Team; schafft und koordiniert eine schützende Gemeinschaft, die das Überleben sichert. Eindrucksvoll demonstriert wird das an jedem Wochenende in den Fußballstadien: Fans feuern durch gemeinsames Singen, Tanzen und Trommeln ihre Mannschaft an. Musik wurde aber auch zum Fitness-Faktor und damit zur Möglichkeit, sich einen "Selektionsvorteil" zu verschaffen. Eine kräftige, klare Stimme transportiert eine eindeutige Botschaft: "Ich bin gesund, ich bin groß, ich bin völlig entspannt und cool!" - Die Stimme wird zum Erotik-, Fitness- und Potenzfaktor. Redaktion: Iska Schreglmann
Dienstag 18:05 Uhr

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Ö1

Journal-Panorama

mauretanienEine Reportage auf den Spuren des Goldes von den Minen in der Sahara über ein kleines Goldsucherstädtchen bis auf den Schwarzmarkt in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott. Gestaltung: Benjamin Moscovici Das in Nordwestafrika gelegene Land Mauretanien besteht fast nur aus Wüste und zählt zu den ärmsten Staaten der Welt; es wird meist nur mit Terrorismus und Migration in der Sahelzone in Verbindung gebracht. Doch vor zehn Jahren hat eine kanadische Firma in der mauretanischen Wüste Gold gefunden: Wie sich herausstellte, schlummern in dem Land wohl einige der größten Goldvorkommen Westafrikas. Seither ist in Mauretanien ein regelrechter Goldrausch ausgebrochen. Hunderte Männer graben abseits der industriellen Minen auf eigene Faust im Wüstensand nach dem wertvollen Edelmetall. So ist ein gewaltiger informeller Sektor entstanden. Wer profitiert von dem Reichtum?
Dienstag 18:25 Uhr

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Ö1

Dimensionen

zentralbankWozu die EZB zusätzliches Geld lockermachte. Von Juliane Nagiller. Indem die Europäische Zentralbank Staatsanleihen und andere Wertpapiere kaufte, erhöhte sich die Geldbasis. So sollten Geschäftsbanken Zentralbankgeld bekommen, um sie als Reserve für die Kreditvergabe verwenden zu können. Zu diesem unkonventionellen Instrument der Geldpolitik griff die EZB 2015, genannt "Quantitative Easing". Mit rund 2,5 Billionen Euro war es das größte Ankaufprogramm in der Geschichte der EZB. Der Zweck: Investitionen und den Konsum im Euroraum sollten anregt und die Inflationsrate in Richtung ihres Zielwertes von knapp unter 2 Prozent gedrückt werden. Denn nach der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 drohte eine Deflation. Seit Jahresbeginn kauft die Europäische Zentralbank keine neuen Anleihen mehr. Was ist mit dem Geld passiert und wer hat davon profitiert? Das Geld sei nie in der Realwirtschaft angekommen, monieren Kritiker/innen, sondern in Schattenbanken geflossen. Mit dem Ankaufprogramm konnte die Einkommensungleichheit reduziert werden, hält die EZB dagegen.
Dienstag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

kamel daoudKamel Daoudi Leben unter Verdacht Von Lea Fauth Regie: Claudia Kattanek Produktion: Dlf 2019 Kamel Daoudi steht seit fast elf Jahren in Frankreich unter Hausarrest. Der 43-Jährige gilt als islamistischer Gefährder, die französische Staatsbürgerschaft wurde ihm entzogen. Er darf aber nach EU-Recht nicht in sein Geburtsland Algerien abgeschoben werden. Daoudi ist zur Untätigkeit verdammt. Niemand weiß, wie gefährlich er wirklich ist. Kamel Daoudi soll im Jahr 2001 an der Planung eines vereitelten Terroranschlags in Paris beteiligt gewesen sein. Dafür musste er eine mehrjährige Gefängnisstrafe absitzen. Seit seiner Freilassung darf er nicht arbeiten, die Gemeinde nicht verlassen, hat nächtliche Ausgangssperren und muss dreimal täglich zur Polizei. Inzwischen lebt er getrennt von seiner Familie in einem einsamen Hotel neben der Autobahn in Westfrankreich. Kamel Daoudi - Leben unter Verdacht
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Ökologischer LandbauIdealismus und Wirtschaftlichkeit Probleme und Chancen der Bio-Branche Von Elmar Krämer Bio boomt! Bis 2030 will auch die Bundesregierung laut ihrer Zukunftsstrategie ,Ökologischer Landbau" die ökologisch genutzten Anbauflächen auf rund 20 Prozent ausweiten. Eine hehres Ziel, denn derzeit sind wir bei gerade einmal acht Prozent. Immerhin: Was einst die Nische für als Weltverbesserer belächelte Idealisten war, ist heute Trend und in einigen Fällen Konzept für wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen. Doch wer Erfolg mit Bio haben will, der braucht Ideale, Ideen und Durchhaltewillen - immer noch. Die Reaktivierung von Streuobstwiesen und die Produktion trendiger Saftschorlen ist eine dieser Ideen, umgesetzt von vier jungen Männern aus Berlin. Doch die Anbauflächen sind begrenzt - und somit auch der Umsatz. Ist das nur eine Hürde oder auch eine Chance? Bioprodukte haben längst auch in den Discounterregalen Einzug erhalten, was zum Problem für die kleinen Anbieter werden kann. Und auch regional und saisonal ist oft Fehlanzeige. Da kommen die Äpfel aus Spanien und die Karotten aus Italien. Rund zehn Milliarden Euro werden im Jahr mit Biolebensmitteln erwirtschaftet - doppelt so viel wie vor zehn Jahren. Bio lohnt sich, doch führt nicht gerade das das Konzept oft ad absurdum?
Dienstag 19:30 Uhr

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Bayern 2

Nachtstudio

ImperfectionIrrtum und Zufall in der Musik Der Fehler als Methode Von Ulrich Bassenge Der Fehler ist ein Teufel - und der kleine Bruder des Zufalls. So gesehen ein quicklebendiger Bastard eines Kontrollverlustes, den lustvoll geschehen zu lassen jeden Künstler herausfordert. Einerseits schwebt er als Damoklesschwert über jeder Improvisation. Andererseits wird der Fehler seit Jahrhunderten musikalisch produktiv gemacht: wie etwa von Heinrich Ignaz Franz von Biber in seiner Battalia, einem musikalischen Schlachtengemälde, das unter anderem das betrunkene Durcheinandersingen der Musketiere abbildet. Was von dem barocken Komponisten ähnlich wie später von Mozart noch als "musikalischer Spaß" - übrigens auf hohem Schwierigkeitsniveau - gemeint war, entwickelte Charles Ives zum Mittel, seiner Musik ein Fenster ins Universum zu öffnen. Er komponierte den Zufall in viele seiner Werke hinein, um so den Minotaurus Orchester zu entfesseln und keine Aufführung der anderen ähneln zu lassen. Gleichzeitig ist Ives" Musik ein leidenschaftliches, vielstimmiges Plädoyer für die plurale Gesellschaft, in der kalte Perfektion dem freien Spiel der Kräfte weichen muss. Seitdem nutzen Musiker und Tontechniker den Fehler als Methode zur Entdeckung faszinierender Welten. Sie ignorieren die Grenzen oder die vorgegebenen Zwecke des Equipments. Autotune, Melodyne und Vocaloid verwandeln fehlerbehaftete menschliche Stimmen in androide. Ein direkter Weg führt von Joe Meeks überfahrenen Kompressoren und George Martins übersteuertem Beatles-Mischpult zum geisterhaften Klang der Glitch-Artisten wie Laurel Halo oder Oneohtrix Point Never. Wie die Linzer Ars Electronica 2018 mit dem Motto "The Art of Imperfection" festschrieb, ist der Fehler auf dem paradoxen Weg zur Nachhaltigkeit in einer flüchtigen, zeitbasierten Kunst wie der Musik. Also nieder mit dem Rauschabstand, hoch lebe der Rauschpegel!
Dienstag 20:05 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

Anna DepenbuschDas tägliche Radiokonzert - Heute mit Anna Depenbusch (1/2) Die Liedermacherin aus Hamburg hat schon mehrere Alben veröffentlicht - zwei davon hat sie in einer "Schwarz-Weiß"-Version erneut veröffentlicht: Hier gibt es ihre Lieder nur mit ihrer Stimme und Klavier zu hören. Zuletzt erschien 2018 "Das Alphabet der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß" - wie sich das anhört, der bekommt bei unserem Konzertmitschnitt einen Vorgeschmack: Wir haben für Sie den Auftritt von Anna Depenbusch im Prinzregententheater in München vom 16. März 2018.
Dienstag 20:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

Warlam SchalamowErzählungen aus Kolyma Von Warlam Schalamow Aus dem Russischen von: Gabriele Leupold Bearbeitung und Regie: Martin Heindel Komposition: Ralf Haarmann Mit Peter Simonischek, Max Simonischek, Lars Rudolph, Alexander Khuon u.a. Produktion: RBB 2010 Länge: 49"08 Mit tausenden Anderen verbrachte Warlam Schalamow zwischen Ende der 1920er- und Mitte der 1950er-Jahre lange Zeit in sowjetischen Arbeitslagern. In der klirrenden Kälte Sibiriens, in der Region um den Fluss Kolyma herum, kämpften die Häftlinge unter miserablen Bedingungen tagtäglich gegen Skorbut, Dauerfrost, Erschöpfung und Hunger an. "Wenn ich am Leben bleibe, schreibe ich darüber eine Geschichte", sagt ein Häftling im Stück. Drei Wochen später ist er tot. Anders als seine Romanfigur hat Schalamow die insgesamt 19 Jahre überlebt. Der Autor lässt uns tief eintauchen in das Leben im sibirischen Arbeitslager, ohne sich jemals in rein persönlichen Leidensberichten zu verlieren. Hier zählt immer nur der nächste Tag. Erzählungen aus Kolyma
Dienstag 20:10 Uhr

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SRF 2 Kultur

Jazz Collection

roy hargroveDer «missing link» zwischen Tradition und Moderne: Roy Hargrove Bebop-Linien aus dem Bilderbuch und im nächsten Moment der richtige Ton in schweren Hip-Hop-Grooves: Roy Hargrove klingt in jedem Moment authentisch und ganz bei sich, und genau das hob ihn ab von den Dutzenden hochbegabter Kollegen.
Dienstag 21:00 Uhr

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RBB kulturRadio

MUSIK DER KONTINENTE

mit Peter Rixen Southeastern Blues Die Balladen aus Europas Südosten erzählen von verlorenen Lieben und unerfüllten Sehnsüchten. Lieder voller Leidenschaft, wie man sie auch aus dem Blues oder dem portugiesischen Fado kennt.
Dienstag 21:04 Uhr

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WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn

dietmar wischmeyerSatire Deluxe - Neujahrsempfang (1/2) Mit Dietmar Wischmeyer, Antonia von Romatowski und dem Acoustic Fun Orchestra Moderation: Axel Naumer und Henning Bornemann Aufnahme vom 9. Januar aus dem Zakk, Düsseldorf
Dienstag 22:04 Uhr

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BR-Klassik

Jazztime

john coltraneNews & Roots Giant Steps and more Der amerikanische Meister-Tenorsaxophonist John Coltrane in zeitlos guten Aufnahmen aus den 1950er und 1960er Jahren Mit McCoy Tyner, Tommy Flanagan, Paul Chambers, Elvin Jones und anderen Auswahl und Moderation: Henning Sieverts
Dienstag 23:05 Uhr

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