Tagestipps im Radio

Tagestipps

Montag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Katja Bigalke Kriminalitätsbekämpfungin El Salvador Tausende unschuldig inhaftiert Von Markus Plate und Alfredo Carías Am 1. Juni tritt Nayib Bukele in El Salvador seine zweite Amtszeit als Präsident an. Bukele bleibt ungemein populär, vor allem in der Mittelschicht, aber auch in den Armenvierteln sind ihm viele dankbar dafür, dass das Leben unter seiner Regentschaft dort viel sicherer geworden ist. Nur: Um welchen Preis? Weiterhin befinden sich Zehntausende, vor allem junge Männer aus den Armenvierteln, unter Gangverdacht in Haft. Viele verzweifelte Familienangehörige protestieren mittlerweile, ihre Kinder seien zu Unrecht verhaftet worden. Bukele selbst geht davon aus, dass ein Zehntel der Tausenden Gefangenen unschuldig ist, und da es kaum zu Verurteilungen kommt, darf von einem weitaus höheren Anteil ausgegangen werden.

Montag 18:30 Uhr SRF 2 Kultur

Zeitblende

Nazi-Stein in Chur #3: Eine unliebsame Vergangenheit Der politische Wille zur Aufklärung war gross. Vor einem Jahr machte SRF publik, dass auf einem Friedhof in Chur ein Denkmal der Nationalsozialisten steht. Doch jetzt sorgt der Umgang mit der Geschichte des Nazi-Steins für eine Kontroverse. Was passiert, wenn die Vergangenheit zum Politikum wird?

Montag 19:00 Uhr HR2

Hörbar Nina Ogot - der Sound Kenias, hier und heute & mehr Musik grenzenlos

Moderation: Karmen Mikovic In Kenia kennt man Nina Ogot aus Nairobi als Schauspielerin und TV-Moderatorin, in Frankreich hatte sie eine eigene Radiosendung. Auf ihrem neuen, vierten Album "Ukumbe.KE" präsentiert sie einen groovigen Mix aus Afro-Pop und modernen kenianischen Sounds.

Montag 20:00 Uhr Radio Blau

Songs und Chansons

- jüdische Künstlerinnen und Künstler zur Zeit des Nationalsozialismus Die Sendung will verdeutlichen, welch großen Einfluss jüdische Künstlerinnen und Künstler im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus hatten. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dominierten sie das Entertainment, waren Sängerinnen und Sänger, Autorinnen und Autoren, waren überhaupt in allen Bereichen der Bühnenkunst, der Kunst überhaupt, präsent. Das änderte sich mit der Machtergreifung der Nazis , zerstörte Lebenswege- und Träume und eine ganze Kultur. Angesichts des aktuell zunehmenden Antisemetismus ist dies eine Erinnerung daran, dass ohne Akzeptanz aller Kulturen die Kultur verloren geht.

Montag 20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

In Concert

Funkhauskonzert Live aus Raum Dresden von Deutschlandfunk Kultur David Friedman / Michael Schiefel David Friedman, Vibrafon Michael Schiefel, Gesang und Electronics Moderation: Matthias Wegner Der US-amerikanische Vibrafonist David Friedman (Jahrgang 1944) hat in seiner langen Karriere viel erlebt. Er teilte sich mit so unterschiedlichen musikalischen Persönlichkeiten wie Leonard Bernstein, Bobby McFerrin, Yoko Ono und Chet Baker die Bühne bzw. das Studio. Ab Ende der 1980er-Jahre baute er in Berlin die Jazz-Nachwuchsförderung entscheidend mit auf. Zu seinen Schülern gehörte damals auch der Sänger Michael Schiefel, der heute selbst Hochschul-Professor ist. Friedman und Schiefel haben über die Jahre hinweg immer mal wieder zusammengearbeitet und eine ganz spezielle Duo-Klangfarbe entwickelt. Aktuell präsentieren sie ein spannendes Projekt, in dem sie Jazz-Standards aus dem "Great American Songbook" auf sehr ungewöhnliche Art und Weise interpretieren.

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Shikimicki

von Dominik Bernet (Ursendung) Near-Future-Krimi im Alpenstaat. Laura Martinis Kampf gegen den Überwachungsstaat geht weiter. Ein Whistleblower führt sie ins Epizentrum der Macht. In der Metropole Zürich herrscht das SHI, hochgerüstet mit der neuesten Generation KI. "Hilfssheriff" Emil hält im Outlog verzweifelt die Stellung. Selbst wenn das SHI (Swiss Health Institute) das Gegenteil behauptet: Auch im Jahr 2056 gibt es noch Morde in der Schweiz! Um dies zu beweisen, reist die Lodge-Betreiberin und Ex-Kommissarin Laura Martini vom Outlog ins überhitzte Zürich. Unterstützt von ihrem "Hilfssheriff" Emil und ihrer Stammgästin Regine will sie dort einen SHI-Whistleblower befragen. Doch der wird vor ihren Augen von einem herabfallenden Klimaanlagenkompressor erschlagen. Ein grotesker Unfall? Ein eskalierter Streit um notorisch knappen Wohnraum im ruppigen Zürcher "Underground"? Oder eine explizite Warnung an Laura von ihrem Ex- Chef Luzi Kalberer, der jetzt das SHI, Herzstück des Überwachungsstaates, leitet? Durch Hinweise aus den "Albedo-Files" führen Lauras Ermittlungen nicht nur in die stickigen Niederungen des Zürcher Prekariats, sondern auch in die wohltemperierte und elitäre Parallelwelt der im wörtlichen Sinne "oberen Zehntausend", denen - zu Lauras Überraschung - auch Regine angehört. Dort regiert nicht nur Geld, sondern auch und vor allem künstliche Intelligenz. Und die scheint Laura nicht besonders wohlgesonnen zu sein. Dominik Bernet, in Basel geboren (bei rund 325 ppm CO2), sozialisiert und lizensiert (in Philosophie und Germanistik, rund 358 ppm). Lehr- und Wanderjahre in diversen Branchen, Gegenden und Stilen, seit rund 380 ppm ganz Autor (für Spielfilme, TV-Serien, Romane und den Schweizer Radio Tatort). Setzt seit 414 ppm vornehmlich auf die läuternde Kraft der Ökomödie und der südlichsten Bucht des Bodensees. Regie: Mark Ginzler Produktion: SRF 2024 Mitwirkende: Karin Pfammatter - Laura Martini 2024 Julian A. Schneider - Emil Marie Löcker - Regine Annika Meier - Hann Thomas Sarbacher - Luzi Andri Schenardi - Albedo Sabrina Amali - Kiki / Drohnen Alexander M. Schmidt - Lidwetzky Sabina Deutsch - Amali Kilian Land - RoboCop / RoboRoll / Polizist Néisha da Silva - Bulu Michael Schertenleib - Smolk (53 Min.)

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

40 Stunden Nach dem Roman von Kathrin Lange Bearbeitung und Regie: Sven Stricker Mit: Karim Cherif, Bjarne Mädel, Ulrike C. Tscharre, Matthias Brenner, Fabian Busch, Romanus Fuhrmann, Katharina Pütter, Judith Engel, Christopher Heisler, Mark Kofi Asamoah, Janna Horstmann, Etienne Roeder, Marian Funk und Fritz Hammer Komposition: Andreas Bick Ton und Technik: Alexander Brennecke und Gunda Herke Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016 Länge: 50"00 Sonderermittler Faris Iskander hat 40 Stunden Zeit, um das Opfer eines religiösen Fanatikers zu finden, der überall in Berlin Bomben zünden will. Doch wird das reichen? Als Faris Iskander, Ermittler einer Sondereinheit für religiös motivierte Verbrechen, ein Video erhält, in dem ein Mann ans Kreuz geschlagen wird, beginnt für ihn ein Albtraum. Ihm bleiben 40 Stunden, um das Opfer zu finden. Wenn er scheitert, wird der Täter überall in Berlin Bomben zünden. Zu allem Überfluss finden gerade die Ökumenischen Kirchentage statt, und die Hauptstadt ist voll mit nichtsahnenden Menschen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Kathrin Lange wurde 1969 in Goslar am Harz geboren. Sie arbeitete zuerst als Buchhändlerin, dann als Schriftstellerin. Von 2002 bis 2004 gab sie die Autorenzeitschrift "Federwelt" heraus. Seit 2005 veröffentlicht sie historische Romane, Jugendbücher und Krimis. Sie ist Mitglied der International Thriller Writers und lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem kleinen Dorf in Niedersachsen. Krimi-Hörspiel: Ein Wettlauf gegen die Zeit 40 Stunden

Montag 22:04 Uhr WDR3

WDR 3 Jazz

Mit Karsten Mützelfeldt Dianne Reeves war die Stimme ihrer Generation In der Nach-Ära der Grandes Dames des Vokal-Jazz ist sie zur Legende aufgestiegen. Mehr noch: "Sie hat eine der kraftvollsten, eindringlichsten und klarsten Stimmen nicht nur dieser, sondern aller Zeiten." (Wynton Marsalis) Wenn Dianne Reeves eine der "Jazz-Diven" ist, dann eine ohne Allüren. Aber eine, die weiß, was sie kann. Und das ist viel. Mit knapp 20 Jahren und 75 Dollar in der Tasche zieht Dianne von Denver nach Los Angeles und begeistert sich zunächst für Fusion-Musik. Als Sängerin in den Bands von Sergio Mendes und Harry Belafonte entdeckt sie Latin, Pop und World Music und bereist erstmals die ganze Welt. Mit Beginn des Millenniums erreicht ihre wachsende Popularität einen ersten Höhepunkt: In drei aufeinanderfolgenden Jahren gewinnt sie einen Grammy in der Kategorie "Best Jazz Vocal Performance". Kurz darauf wird ihr Soundtrack des George- Clooney-Films Good Night, And Good Luck als "Best Jazz Vocal Album" ausgezeichnet. Dianne Reeves" Karriere wäre nicht denkbar ohne ihren größten Förderer: den Pianisten und Produzenten George Duke, ihr Cousin...

Montag 23:03 Uhr WDR3

WDR 3 open: World

Mit Antje Hollunder Vera Bílá -Tschechiens "Königin des Rom-Pop" Gefeiert als Ella Fitzgerald des Ostens galt Vera Bílá um die Jahrtausendwende als bekannteste Sängerin Tschechiens. Antje Hollunder zeichnet den Lebensweg der außergewöhnlichen Roma-Musikerin nach, die im Mai 70 Jahre alt geworden wäre. Im Weißen Haus gab sie ein Privatkonzert für Bill Clinton und zu ihrer erfolgreichsten Zeit füllte sie in der ganzen Welt Konzerthäuser wie das Pariser Olympia. In ihrer Heimat litt sie dagegen als Angehörige des Roma-Volkes immer wieder unter Diskriminierung und lebte in einfachen bis armen Verhältnissen. Die Armut, die alltäglichen Leiden aber auch der Lebensoptimismus der Gemeinschaft der Roma haben Vera Bílás Lieder derweil beeinflusst. In den Sprachen Romanes, Tschechisch und Slowakisch sang sie darin über Familientragödien, Alkoholismus und Spielsucht ebenso wie über die Liebe und die kleinen Freuden des Lebens. Nach verschiedenen Schicksalsschlägen starb Vera Bílá am 12. März 2019 im Alter von 64 Jahren. Antje Hollunder bereitet der Sängerin mit der großen Stimme ein kleines Comeback, das die "Queen of Romany", wie sie auch genannt wurde, kurz vor ihrem Tod geplant hatte, das ihr aber nicht mehr vergönnt war.

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