Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel

VfL GummersbachHeimat des Handballs Die bewegte Geschichte des VfL Gummersbach Von Knut Benzner "Heimat des Handballs", genau so steht es in großen Lettern auf der Webseite jenes Vereins, der einst der erfolgreichste Handball-Verein der Welt war: der VfL Gummersbach. In der 50.000 Einwohner-Stadt im Oberbergischen Kreis wurde über Jahrzehnte Sportgeschichte geschrieben. Die Erfolgsstory begann 1966 mit dem ersten Deutschen Meistertitel. Bis Ende der 1980er-Jahre prägten Spieler wie Hansi Schmid, die Brüder Klaus, Jochen und Heiner Brand, Helmut Kosmehl und Klaus Kater nicht nur den VfL, sondern auch die Bundesliga. Die beeindruckende Bilanz: zwölf Mal Deutscher Meister, sechs Mal Vizemeister, fünf Mal Pokalsieger, fünf Mal Sieger im Europapokal der Landesmeister. Dann kam der Bruch: Finanzielle Probleme, vorläufige Lizenzverweigerung, sportliches Mittelmaß statt Meistertitel, der Kampf gegen den Abstieg. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison war es dann tatsächlich so weit: Der VfL verabschiedete sich in die 2. Liga.
Sonntag 18:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Moment am Sonntag

Viel Papier, zwei Kartondeckel: Was alles immer noch mit Akten dokumentiert wird Gutachten, Belege, Gerichtsprotokolle - auf Papier gedruckt oder handschriftlich, gesammelt in Aktenordnern, Heftern und Mappen. Man kennt Akten bei Gericht, aus der Welt der Geheimdienste und von Versicherungen, es gibt Kundenakten, Personalakten, Protokollakten, Krankenakten. Akten werden zur Identifikation mit Aktenzeichen versehen, in Regalen und Kästen gelagert und in letzter Zeit vermehrt digitalisiert. Aus Hängeregistraturen werden Festplatten, und es verschwindet damit die Möglichkeit, am Blattrand der Akten handschriftlich etwas zu ergänzen. Eine Reise in Archive mit Papier, Büroklammern, Ordnern und verschnürten Aktenbergen Gestaltung: Lukas Tremetsberger
Sonntag 18:15 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

simelibergSimeliberg Von Michael Fehr Regie: Kai Grehn Mit: Michael Fehr, Martin Feifel, Heinz-Josef Braun, Johanna Bittenbinder, Kathrin von Steinburg, Markus Krojer, Judith Toth, Stefan Murr, Gerhard Wittmann Musik: Schneider TM (Dirk Dresselhaus) Ton und Technik: Jean Szymczak, Marcus Huber und Adele Kurdziel Produktion: BR/RB 2018 Länge: 83"31 Unterhalb der Stadt geschieht Ungeheuerliches. Gemeindeverwalter Griese wird von der Sozialhilfebehörde geschickt, um den Bauern Schwarz aus dem Tal zu holen. Der Gemeindeverwalter Anatol Griese, zugezogen aus Deutschland und somit auf ewig ein Halbfremder, fährt mit einer geladenen Schrotflinte über Land. Er soll den Sonderling Schwarz zur Begutachtung aufs Amt bringen. Hat Schwarz Anspruch auf Fürsorge? Hat er seine Frau umgebracht? Es wird viel geraunt. Sicher fungiert er als Anführer einer paramilitärischen Gruppe, die sich vorgenommen hat, den Mars zu kolonisieren. Hörspiel des Monats Januar 2018. Michael Fehr, geboren 1982 und aufgewachsen in Bern, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und an der Hochschule der Künste Bern. Sein Roman "Simeliberg" wurde beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2014 mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet. Michael Fehr erhielt den Schweizer Literaturpreis, war Stipendiat der Villa Aurora in den USA (2016), des Sangam House in Indien (2017) und der Landis & Gyr Stiftung in London (2018/2019). Weiteres Hörspiel: "Babel und die Studentin und ein Rebhuhn auseinandernehmen" (SRF 2015). Er ist außerdem Mitbegründer von "Babelsprech", einem Projekt zur Förderung junger deutschsprachiger Lyrik. Simeliberg
Sonntag 18:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

NDR kultur

Gedanken zur Zeit

Mark ZuckerbergDie Zukunft von Social Media (3/4) Gefährdet Mark Zuckerberg die Demokratie? Zwischen Fake und Filterblasen Von Stefan Niggemeier Mark Zuckerberg ist in diesem Jahr gerade mal 35 Jahre alt geworden. Ein immer noch junger Milliardär, der die Welt verändert hat, durch die Gründung von Facebook im Jahr 2004. Als Online-Bewertungsforum für Studentinnen an Zuckerbergs Uni Harvard gestartet, macht das Unternehmen heute einen Umsatz von mehr als 55 Milliarden US-Dollar. Spätestens seit Brexit und Trump ist die Frage: Welchen Anteil hat Facebook an der Verbreitung von Fake News, am Entstehen von politischen und gesellschaftlichen Filterblasen - und ist sich Zuckerberg seiner Verantwortung für die weltweite Demokratie bewusst? 19:00 - 19:05 Uhr Nachrichten, Wetter
Sonntag 19:00 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

HR2

hr-Bigband

Heinz-Dieter SauerbornKonzerte und Produktionen u.a. mit: Jazzclub im Studio II: Heinz-Dieter Sauerborn feat. "Klangcraft" | Frankfurt am Main, Hessischer Rundfunk, HF-Studio II, Juni 2019
Sonntag 19:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Mario Lucic - Super, Wahnsinn Gestaltung: Bernhard Fellinger Lemens Maria Schreiner - Schwarz auf weiß Das beste Kabarettprogramm seit der Erfindung des Humors. Gestaltung: Peter Blau Mario Lucic meldet sich mit seinem dritten Soloprogramm "Super, Wahnsinn!" zurück. Er hat sein Glück kurzzeitig in der Arbeitswelt gesucht und natürlich nicht gefunden. Seine Heimat ist das AMS geblieben und der selbst ernannte Ghettoneurotiker hat endgültig genug! "Super, Wahnsinn!" ist eine Abrechnung mit ehemaligen Kunden, mit der österreichischen Politik, mit der heutigen Jugend und einer Gesellschaft, die Angst vor "negativen Vibes" hat. Was kann man überhaupt noch glauben, fragt der steirische Kabarettist Clemens Maria Schreiner. Die News sind fake, die Fakten alternativ - und die schwärzesten Schafe tragen die weißesten Westen. Mit gezücktem Leserschwert bahnt sich der Kabarettist seinen Weg durch das Dickicht der Details, liest zwischen den Schlagzeilen und gibt komplizierte Antworten auf einfache Fragen. Denn wer genau hinsieht, findet zwischen Schwarz und Weiß eine Welt voller Grautöne. Und Grau ist das neue Bunt.
Sonntag 19:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

WDR5

Leselounge

Wiglaf DrosteMit Arnulf Rating Die große Wiglaf-Droste-Gala (1) Freunde lesen Droste - mit Bela B, Fritz Eckenga, Benjamin von Stuckrad-Barre, Friedrich Küppersbusch und vielen anderen Aufnahme vom 20. September aus der Volksbühne Berlin
Sonntag 20:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk

Freistil

tiny houseWinzig wohnen Vom Leben im Kleinen Von Ulrich Land Regie: Susanne Krings Produktion: Dlf/SWR 2019 Small und smart. Hochflexibel, gut durchdacht und geradezu verschwindend klein. Der Trend geht zum Wohnen auf wenigen Quadratmetern und kommt aus den USA. Tiny Houses heißen die reduzierten, oft mobilen Eigenheime. Die Bewegung findet immer mehr Anhänger - auch in Deutschland. Sich zu verkleinern ist hip: Downsizing heißt das Phänomen. Dem Mangel an Wohnraum und den hochschießenden Mieten will man mit kleinen, aber raffiniert ausstaffierten Wohneinheiten beikommen. Die aus den USA stammende Tiny-House-Bewegung greift jetzt auch hierzulande um sich. Immer mehr Studenten und Jungakademiker werkeln an einem Mini-Häuschen. Hamburg versucht sich als Floating-Home-City zu positionieren. Auf Berliner Gewerbegebäude werden kleine, clever ausgeklügelte Wohnmodule gesetzt. Betuchte Architekten legen hochtrabende Zukunftskonzepte für bescheidenes Wohnen vor. Durchaus nicht unproblematisch für die, die auf den Trend gesprungen sind: Denn woher eine Stellfläche fürs Tiny House nehmen? Ist Wohnminimalismus wirklich eine Alternative für Hartz-IV-Empfänger? Oder müssen wir zurück in die Höhle? Winzig wohnen
Sonntag 20:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Wrecking CrewHow About Uke?" und "50th State Jazz" von Lyle Ritz. Gestaltung: Michael Neuhauser Es gibt große Meilensteine im Jazz und es gibt kleine. So wie es auch große Instrumente gibt und kleine, etwa Kontrabass und Ukulele. Lyle Ritz spielte beides. Der 1930 in Ohio geborene Musiker verdiente sein Geld in den 1960er und 70er Jahren unter anderem als Mitglied der berühmten Wrecking Crew und spielte als Sessionmusiker den Bass für Popgrößen wie The Righteous Brothers, Screamin" Jay Hawkins, Sonny Cher oder Randy Newman. Seine große Leidenschaft aber galt der Ukulele, und mit der nahm er auch seine wenigen eigenen Alben auf. Deren erste zwei stellen einen kleinen, aber unbestreitbaren Jazz-Meilenstein dar: Denn hier widmete sich einer mit der Ukulele dem Jazz, zwar vielleicht nicht als allererster, aber zweifellos erstmals mit dieser Könnerschaft und Hingabe. Ritz" Alben "How About Uke?" und "50th State Jazz", aufgenommen 1957 bzw. 1959 für Verve, machten deutlich, wie schön und ernst zu nehmen das kleine, unterschätzte Instrument ist. Und wie elegant Jazzakkorde und solistische Linien auf seinen vier Saiten realisiert werden können. Lyle Ritz wurde damit zum "Father of Jazz Ukulele" und beeinflusste eine ganze Generation von Ukulele-Virtuosen in Hawaii und darüber hinaus.
Sonntag 21:00 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

NDR Info

Das Hörspiel

anne sextonAnne Sexton - "Ich bin wie ein lebender Stein." Ein akustisches Porträt Hörspiel aus Gedichten und Briefauszügen von Anne Sexton Übersetzung aus dem Amerikanischen: Silvia Morawetz Komposition: Vlatko Kucan Bearbeitung und Regie: Wolfgang Stockmann Mit Corinna Harfouch und Stephan Benson NDR 1998 Bis hin zur Selbstzerstörung erkundete sie die Innenwelten des Wahnsinns, inszenierte den Exzess, forschte unerbittlich nach den Wurzeln ihrer Identität. Zeit ihres Lebens liebäugelte sie mit dem Tod. Als Mittelschichts-Hausfrau materiell abgesichert, als Repräsentantin der "professional poetry" erfolgreich, führte sie dennoch ein Leben am Abgrund, zwischen Alkohol, Tranquilizern, Depressionen, psychotischen Anfällen, Anstaltsaufenthalten und Selbstmordversuchen. "Ich bin im Begriff, mich zu verlieren, es sei denn, die Gedichte können mich retten", schrieb sie. Mehr unter ndr.de/radiokunst. Das Hörspiel
Sonntag 21:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren