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milzDie Milz Filter für unser Blut Schilddrüse Schaltzentrale für den Stoffwechsel Das Kalenderblatt 23.8.1784 Shitstorm royal: Kaiser Franz Joseph ordnet Sparbegräbnisse an Von Simon Demmelhuber Die Milz - Filter für unser Blut Autorin: Inga Pflug / Regie: Kirsten Böttcher Sie ist etwa 150 Gramm schwer, ihre Idealmaße lauten 4-7-11 und erst wenn sie krank ist, spüren wir sie: die Milz. Sie liegt im linken Oberbauch unter dem Rippenbogen und grenzt an den Magen, das Zwerchfell und die linke Niere. Sie speichert und vermehrt unsere weißen Blutzellen und filtert rote Blutkörperchen aus dem Blut, wenn diese alt sind und ausgedient haben. Die Milz ist somit ein wichtiges Organ des Immunsystems - und doch können wir ohne sie leben. Aber wollen wir das? Immerhin wurde das Organ schon in der römischen Antike als Quelle des Lachens gesehen. Und für die Chinesische Medizin sorgt die Milz dafür, dass genügend "Qi und Xue" als Grundlagen der nachgeburtlichen Existenz vorhanden sind. Schilddrüse - Schaltzentrale für den Stoffwechsel Autorin: Christiane Seiler / Regie: Martin Trauner In Alpentälern gab es noch vor einhundert Jahren ein Krankheitsbild, das in Mitteleuropa mittlerweile ausgestorben ist: den Kretinismus. Mit diesem Syndrom geborene Kinder zeigten Symptome wie Missbildungen, Fettleibigkeit oder Sprachstörungen, zurückzuführen auf Jodmangel und fehlendes Schilddrüsenhormon. Aber wie arbeitet eigentlich die Schilddrüse? Sie ist ein kleines Organ, zentral wichtig für sämtliche Stoffwechselfunktionen. Störungen können vielfältige Krankheitsbilder hervorrufen, deshalb wird seit der Entdeckung der Schilddrüsenhormone über ihre Biosynthese geforscht, um den rätselhaften und aufwendigen Prozessen im Stoffwechsel auf die Spur zu kommen und neue Diagnose- und Behandlungsmethoden zu entwickeln. Neue Erkenntnisse gibt es für die Rolle essentieller Spurenelemente wie Selen und Eisen bei der Hormonbiosynthese. Auch den Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse ist man weiter auf der Spur. Und der Frage, warum Frauen von solchen Erkrankungen häufiger betroffen sind als Männer. Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Matthias Eggert
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Elfriede BrüningSchreiben ist beglückender als die Liebe und niemals so quälend wie die Eifersucht Elfriede Brüning, Schriftstellerin Von Sabine Kebir Produktion: Dlf 2010 Elfriede Brünings 100. Geburtstag stand bevor, als die Autorin sie traf, und da war Brüning noch immer zu Lesungen unterwegs. Als sie starb, am 5. August 2014, hatte sie fast ein Jahrhundert schreibend und kämpfend verbracht: Als Kommunistin und Feministin. Am 8. November 1910 in einer Berliner Handwerkerfamilie geboren, begann sie schon als Kind zu schreiben. Mit 16 veröffentlichte sie Artikel in Berliner Lokalblättern. Sie war 20, als eine große Zeitung ihre erste Kurzgeschichte druckte. Sie trat der KPD bei, wurde verhaftet, kam dank eines einflussreichen Ehemanns wieder frei, schrieb weiter über selbstbewusste junge Frauen - Romane, die als Liebesschmöker durchgingen. Immer bekämpfte sie das gängige Frauenbild: das Mutterbild der Nazis wie das von der begeistert Berufstätigen im realen Sozialismus. In der DDR galt sie als kleinbürgerlich und gesellschaftlich irrelevant - doch ihre Werke erreichten hohe Auflagen. Nach 1989 veröffentlichte Elfriede Brüning noch zehn Bücher. Schreiben ist beglückender als die Liebe ...
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