Webradio und Livestream

Spezialtipp

Stuttgarter Besen 2021

Bild: SWR/Sabine Stumpp

Freitag, 22:05 Uhr SWR2

SWR2 vor Ort

Stuttgarter Besen 2021

Moderation: Florian Schröder.

Tagestipp

Heute, 23:05 Uhr Bayern 2

Nachtmix

50 Years After Teil 4: Santana - III 1971 war ein gutes Jahr für Popmusik. Drei Jahre nach Woodstock und ein Jahr nach Auflösung der Beatles ging es längst nicht mehr nur ums Tanzen und Mitsingen. Nein, die fortschrittliche Musik einer neuen Generation etablierte sich als gleichberechtigte Kunstform und als Ausdruck neuer Ideen. In dieser Reihe feiern wir sechs Alben des Jahres 1971, die die Evolution des Pop weiterbrachten.

Konzerttipp

Heute, 20:05 Uhr SWR2

SWR2 Abendkonzert

Liebes-Traum-Gestalten SWR Vokalensemble Olga Wien (Klavier) Leitung: Yuval Weinberg Johannes Brahms: Quartette für Chor und Klavier op. 92 Gustav Mahler, Clytus Gottwald: Die zwei blauen Augen Johannes Brahms: Quartette für Chor und Klavier op. 112 Kaija Saariaho: Nuits adieux pour 4 solistes et choeur a cappella Gustav Mahler, Clytus Gottwald: Urlicht Frank Martin: Songs of Ariel from Shakespeares "Tempest" für Chor a cappella Lili Boulanger: Soir sur la plaine für Sopran, Tenor, Bass, gemischten Chor und Klavier Hymne au soleil für Alt, gemischten Chor und Klavier (Konzert vom 28. Mai im Rahmen der Ludwigsburger Schlossfestspiele-online) SWR Vokalensemble Leitung: Yuval Weinberg Pelle Gudmundsen-Holgreen: Three Stages für 16-stimmigen Chor a cappella György Ligeti: Hölderlin-Fantasien für 16-stimmigen Chor a cappella (Online-Konzert vom 26. März in der Phönixhalle Stuttgart) "Nächtens wachen auf die irren, lügenmächt"gen Spukgestalten" heißt es in einem der Klavierquartette von Johannes Brahms. Und auch in der Traumsequenz "Nuits adieux" von der finnischen Komponistin Kaija Saariaho tauchen filigrane Traumbilder auf, die von Liebe und Tod erzählen, von Eros und Verzicht. Um Träume und Alpträume geht es in diesem Konzert, um sehnsüchtige Liebe, um Tod und Verklärung und um eine nächtliche Hellsichtigkeit, die mehr weiß vom großen Ganzen, das Mensch und Natur, Erde und Kosmos verbindet. Dabei ist eines sicher: auch die tiefste Nacht endet mit einem Sonnenaufgang - und dieses Konzert mit einem impressionistischen Klanggemälde für Soli, Chor und Klavier von der jungen Lilly Boulanger - der größten impressionistischen Komponistin neben Debussy und Ravel.

Hörspieltipp

Heute, 21:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

70 Jahre Hörspielpreis der Kriegsblinden Vor dem Ersticken ein Schrei Von Christoph Buggert Mit Eva Garg, Ingeborg Schlegel, Sigrun Höhler, Christian Brückner und anderen Regie: Raoul Wolfgang Schnell WDR/BR 1977 Mit Auszügen aus der Preisrede "Eine Frau soll ihren wahrscheinlich verunglückten Mann beschreiben, ihr fällt nichts ein. Auf einer Urlaubsfahrt durch Südfrankreich kommt einem Ehepaar der eigene Name, die eigene Adresse abhanden. Ein Mann zieht den Schluss, dass Partnerschaft auf Angestelltenbasis zeitgemäßer sei als jedes überlieferte Partnerschaftsprinzip. Und so weiter ... Unter allen Deutungen der Situation, in der wir leben, ist die für mich einleuchtendste, dass wir uns in einen Zustand der totalen Desorientierung hinein bewegen. Mein Hörspiel ist eine Beschreibung der zunehmenden Müdigkeit in uns, der Erschöpfung, der Unfähigkeit, weiterhin auseinander zu halten, was eigentlich sein sollte und was so nicht sein darf. Science-Fiction langweilt mich immer dort, wo sie meint, ihr Spiel mit der ganz anderen Zukunft treiben zu können. Unsere Zukunft ist abschätzbar, sie ist für freie Ausdenkspiele nicht mehr frei. Lohnende Science-Fiction ist Beschreibung dessen, was eigentlich schon ist." (Christoph Buggert) Christoph Buggert, geb. 1937, Autor und Hörspielmacher. 1976-2002 Leiter der hr-Hörspielabteilung. Hörspielpreis der Kriegsblinden 1977. Weitere Hörspiele u.a. Auslandsgespräche (BR/WDR 1967), Ein Nachmittag im Museum der unvergessenen Geräusche (SR 2018), Einsteins Zunge (SR/MDR 2020).

Featuretipp

Heute, 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Avantgardisten als Protagonisten Die Neue Musik im Roman Von Thorsten Preuß Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Innerhalb der Kulturszene fristen sie eher ein Nischendasein, ihre Namen kennen zumeist nur Insider, ihre Hörerschaft ist vergleichsweise übersichtlich. Umso bemerkenswerter, dass zeitgenössische Komponisten immer wieder als Hauptfiguren in Romanen auftauchen - meist verschlüsselt, aber gleichwohl deutlich erkennbar. Avantgardisten wie Iannis Xenakis, Giacinto Scelsi oder Hans Werner Henze wurden so zu Protagonisten in der Literatur. Meist geht es dabei nicht so sehr um Versprachlichung ihrer Musik, sondern eher um Charakterporträts, um Anekdotisches und Schrulliges. Der Leser kann also die unterhaltsamen, ja amüsanten Seiten der Neuen Musik entdecken. Thorsten Preuß stellt einige Beispiele vor.

Podcast

Hörspiel-Download

Deutschlandfunk Kultur

Das große Heft

Zu Kriegszeiten werden zwei zehnjährige Brüder von ihrer Mutter zur Großmutter aufs Land gebracht. Armut und Brutalität ausgesetzt sind sie nun auf sich selbst gestellt. Die Schulen sind geschlossen, und die Großmutter behandelt sie schlechter als ihre Tiere. Die Brüder trainieren physische und psychische Unempfindlichkeit und bringen sich allmählich das Alphabet des Überlebens bei. Sie folgen eigenen Moralvorstellungen: Sie helfen, wo die Not noch größer ist, sie rächen Ungerechtigkeit, leisten Sterbehilfe. Im großen Heft schreiben sie ihre Beobachtungen und Erkenntnisse in einfachen Sätzen auf und schützen sich mit der Kraft einer sachlichen Sprache vor dem Zynismus des Elends.

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