Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

schorsch kamerunKreiskolbenmotorhase Extratheatrales Hörspiel über das Ende aller Vielfalt Von Schorsch Kamerun Mit: Rosemary Hardy, Carlotta Freyer, Marie Nasemann, Svenja Lau, Paul Herwig, Schorsch Kamerun Komposition und Ton: der Autor Produktion: WDR 2017 Länge: 49"47 Gegenreim zum Protektionismus-Sound. Auch unter den Katastrophen dieser Welt scheint schrankenloser Wettbewerb zu herrschen. Welcher Betrug brüllt wessen Lüge am lautesten nieder? Was ist gemeint, wenn sich die Einen vor den Anderen schützen sollen, weil sonst Fässer überlaufen, die dann Lebensräume und Kulturen zu ersäufen drohen? Und warum steigen Angstpropheten zu Regenten auf? Schorsch Kamerun, 1963 in Timmendorfer Strand geboren, Sänger, Musiker, Autor, Regisseur, Schauspieler, Clubbetreiber. Seit 1984 Gründungsmitglied der Hamburger Punkband "Die Goldenen Zitronen". Daneben auch Soloprojekte. Zusammen mit Rocko Schamoni betreibt er in Hamburg den legendären "Golden Pudel Club". Außerdem Theaterautor und Regisseur. Auf der Grundlage seiner Theaterstücke realisierte er auch mehrere Hörspiele. Für den WDR 2003: "Hanns Eisler (1898-1962) - Hollywood Elegien" (Nominierung für den Prix Italia). 2007 Hörspielpreis der Kriegsblinden für "Ein Menschenbild, das in seiner Summe Null ergibt" (WDR 2006). Im Wintersemester 2010/11 Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste München. Zuletzt für den WDR 2014 zusammen mit Martin Becker: "Väter haben sieben Leben". 2016 erschien Kameruns erstes Buch "Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens". Kreiskolbenmotorhase
Montag 00:05 Uhr

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WDR5

Bärenbude Wecker - Radio für Ausgeschlafene

erwin groscheThema: Stille Post Wenn man einander etwas ganz leise ins Ohr flüstert, dann kann es passieren, dass man gar nicht versteht, was der andere flüstert. Darum ist das Spiel "Stille Post" so lustig - am Ende kommen ganz verrückte Worte und Sätze dabei heraus. Im Klingenden Bilderbuch erleben die Tiere im Wald das auch. Da hat doch jemand erzählt, die Häschen hätten eins aufs Näschen bekommen. Aber stimmt das überhaupt? Die Kuschelbären Johannes und Stachel wollen alle Missverständnisse vermeiden. Statt zu flüstern, schicken sie lieber eine Flaschenpost mit ihrer Botschaft los. Umfrage: Was ist "Stille Post"? Die Kuschelbären Johannes und Stachel: Flaschenpost Das klingende Bilderbuch: Das verrückte Wiesengeflüster Hörspiel: Der verschwundene Schlafteddy (4/6) Die Traumstörstelle hilft Von Erwin Grosche Regie: Thomas Werner Rate mal!: Fahrradhelm Bärige Miniatur: O-Bär - Stille Post
Sonntag 07:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Kakadu

Hörspieltag Die Seiltänzerin Von Mike Kenny Ab 7 Jahre Regie: Ulrike Brinkmann Komposition: Michael Rodach Mit: Lili Zahawi, Klaus Herm, Cristin König Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2003 Länge: 35"13 Moderation: Ulrike Jährling Esme will Urlaub bei den Großeltern machen, aber die Großmutter ist nicht mehr zu Hause, Esme sucht sie vergebens. Esme ist sieben Jahre alt. In jedem Sommer besucht sie ihre Großeltern. In diesem Jahr fährt sie ganz allein zu ihnen. Der Großvater erwartet sie am Bahnhof. Doch wo ist Großmutter? Esme sucht sie, im Haus, im Garten, am Strand. Sie ist weggegangen und kommt nie zurück, sagt Großvater. Esme will wissen, wohin sie gegangen ist. Großvater erzählt, dass sie immer davon geträumt hat, über ein Seil zu laufen. Vielleicht ist sie zum Zirkus gegangen. Esme will die Großmutter wiedersehen. Sie geht mit dem Großvater in den Zirkus, sie sehen eine Seiltänzerin, sie winkt ihnen zu, doch es ist nicht die Großmutter. Esme kann die Großmutter nicht wiedersehen. Mike Kenny ist einer der bekanntesten Kinder- und Jugendtheaterautor in England. Seit 1988 wird er jährlich von mehreren Bühnen beauftragt, Theaterstücke für ein junges Publikum zu schreiben. Mittlerweile liegen über 50 Werke vor, darunter auch eine Kinderoper.
Sonntag 08:05 Uhr

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SRF 3

Maloney

philip maloneyDie haarsträubenden Fälle des Philip Maloney. Wer die Hörspiel-Reihe nicht kennt, hat etwas verpasst.
Sonntag 11:10 Uhr

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HR2

Hörspiel

Nur kurze Zeit noch | Von Peter Kaizar Aus dem Chaos erwächst Ordnung. Geschichten vom Ursprung, Mythen erzählen vom Woher und Wohin und sind in allen Kulturen zu finden. Basierend auf der Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch des Neuen Testaments sowie auf Auszügen aus Theogonie von Hesiod und aus Peter Kaizars "Im Fischteich Vogel sein" konzipierten die Dramaturgin Brita Kettner und der Komponist und Regisseur Peter Kaizar das neue Radiostück "Nur kurze Zeit noch - Zwischen Theogonie und Mythos Apokalypse".
Sonntag 14:04 Uhr

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WDR5

WDR 5 KiRaKa. Radio für Kinder

Oliver ScherzWir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika Von Judith Ruyters Was tut man, wenn spätabends ein Elefant ans Fenster klopft? Wenn dieser Elefant aus dem Zoo ausgebrochen ist, um seine Großfamilie in Afrika zu besuchen? Und wenn er gar nicht weiß, wo Afrika überhaupt liegt? Man packt Äpfel, Kekse und einen Globus in den Rucksack und begleitet ihn. Genau das tun Joscha und Marie. Weit wird Afrika nicht sein, denken sie und erleben eine Reise, die alles übertrifft, was sie sich vorgestellt haben. Nach dem Kinderbuch von Oliver Scherz Komposition: Wim Wollner Regie: Thomas Werner
Sonntag 14:04 Uhr

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NDR Info

Mikado - Radio für Kinder

gudrun hartmann"Eine Hand voller Sterne" Hörspiel von Gudrun Hartmann nach dem Buch von Rafik Shami Musik: Martin Bezzola Regie: Robert Schoen Mit Nicolas Matthews, Walter Renneisen, Claus Dieter Clausnitzer, Antje Hagen u.a. HR/WDR 2018 Bomben fallen auf Damaskus. Die zehnjährige Salima sitzt mit ihren Großeltern im Schutzkeller. Um sich vom Schrecken abzulenken, der über ihnen tobt, bittet sie ihren Opa aus seinem alten Tagebuch vorzulesen, das voller lustiger und poetischer Geschichten aus dem so schillernden wie lebensfrohen Damaskus seiner Kindheit steckt. So beginnt eine Zeitreise in die syrische Hauptstadt viele Jahre vor dem Bürgerkrieg, in der einst unterschiedlichste Nationalitäten und Religionen friedlich miteinander lebten. Diese Produktion wurde mit dem "Deutschen Kinderhörspielpreis 2018" ausgezeichnet.
Sonntag 14:05 Uhr

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Bayern 2

Hörspiel

michail bulgakowMeister und Margarita (11/12) Von Michail Bulgakow Aus dem Russischen von Alexander Nitzberg Erzähler 1 - Michael Rotschopf Meister - Karl Markovics Margarita - Valery Tscheplanowa Korowjew - Wolfram Berger Ferner: Milan Peschel, Dietmar Bär, Werner Wölbern, Jeanette Spassova, Samuel Finzi, Thomas Thieme, Gottfried Breitfuß, Margit Bendokat, Caroline Ebner, Stephan Zinner, Steffen Scheumann, Christiane Roßbach, Hendrik Arnst, Felix von Manteuffel, Götz Schulte, Stefan Wilkening, Hans Kremer und Natali Seelig Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert BR 2014 im Hörspiel Pool Wiederholung am Montag, 20.05 Uhr Eine fantastische Abenteuergeschichte, eine Liebesgeschichte, eine philosophische Parabel über Gut und Böse sowie über die Macht und Ohnmacht der Kunst, eine Groteske über die russische Bürokratie - ein "russischer Faust". Viele lasen den Roman nach seinem Erscheinen 1966/67 in der Sowjetunion und lernten ihn auswendig. Die verhexte Wohnung Nr. 50 in der Sadowaja 302 b, in der Bulgakow selbst von 1921 bis 1924 lebte, wurde zur Pilgerstätte. Diese Wohnung ist auch ein zentraler Handlungsort des Romans, von dem aus der schwarze Magier Woland die Stadt Moskau auf den Kopf stellt. Er lässt Frauen plötzlich in Unterwäsche auf der Straße stehen, zaubert Geld herbei, das sich kurz darauf in Konfetti verwandelt und befördert lästige Personen binnen Sekunden in die Ferne - oder in die Psychiatrie. Auch seine Begleiter, allen voran ein großer, auf den Hinterbeinen gehender und sprechender Kater, stehen ihm, was ihre Scherze angeht, in nichts nach. In dieser phantastischen und grotesken Moskauer Teufelsgeschichte liegen Wahn und Wirklichkeit nah beieinander. Bulgakow zeichnet eine Gesellschaft, die haltlos und ohne Orientierung ist: Die Menschen stehen stundenlang in allgegenwärtigen Warteschlangen, leben in verdreckten Gemeinschaftswohnungen und sprechen eine Sprache des Misstrauens. Sie verlieren Körperteile, lösen sich auf, verschwinden, fallen ins Bodenlose. Tote werden zum Leben erweckt. Der Moskauer Handlungsstrang wird durch einen zweiten Strang unterbrochen, in dem es um die Verurteilung des Jeschua Ha-Nozri durch den römischen Prokurator Pontius Pilatus geht. Pilatus leidet an Migräne, misstraut den Menschen, liebt nur seinen Hund, hasst das schwül-heiße Jerschalajim und denkt daran, sich das Leben zu nehmen. Dass er diesen gutmütigen, aber auch unterhaltsamen jungen Mann zum Tod am Kreuz verurteilen soll, missfällt ihm. Er ist jedoch dazu verpflichtet - und so wird Jeschua auf den "Kahlen Berg" gebracht - in der russischen Literatur der Ort für Hexensabbat und Teufelstanz. Diese Erzählstränge unterscheiden sich sprachlich sehr deutlich und werden von Romanbeginn an miteinander verschränkt. Nach etwa zweihundert Seiten tritt der Urheber des Romans im Roman auf: der Meister, ein Ende dreißigjähriger, ehemaliger Schriftsteller. Einst hatte er als hochgebildeter Historiker in einem Moskauer Museum gearbeitet, jetzt aber sitzt er in der Irrenanstalt. Die Veröffentlichung einiger Kapitel seines Meisterwerks erregte jedoch so viel öffentliches Ärgernis, dass er in Wahnsinn verfiel. Seine Geliebte, die verheiratete wohlhabende Margarita, hat er seitdem nicht wiedergesehen. Sie vermissen einander - und so lässt sich die an Abenteuern interessierte Margarita auf einen faustischen Vertrag mit einem Assistenten Wolands ein. Der Teufel will in der Sadojawa 302 b, Wohnung 50, einen Ball geben und lässt dafür Margarita als Ballkönigin anwerben. Verjüngungscremes und eine Flugsalbe verwandeln Margarita in eine fliegende Hexe, die ihre heikle Aufgabe beim Ball so souverän meistert, dass ihr Woland das Wiedersehen mit ihrem geliebten Meister ermöglicht. "Meister und Margarita" zeigt das Diabolische im Alltag der Diktatur, wobei sich Bulgakows Kritik weniger gegen den Diktator Stalin richtete als gegen das bürokratische System der Sowjetunion, in dem er als Schriftsteller durch Zensur erniedrigt wurde. Bulgakow beschreibt diesen Kampf des Individuums als einen Hexentanz, der sich ausdrückt durch verfemte Literatur und menschliche Liebe, die den Tod zu überwinden vermag.
Sonntag 15:05 Uhr

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SRF 1

Apropos Hörspiel


Sonntag 16:10 Uhr

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SR2 Kulturradio

HörspielZeit: Franz und Felice

Ivan Klimavon Ivan Klima (SR/NDR 1985) "Wenn Du wüsstest, was für Briefe sie mir schreibt! Wenn sie sich bloß keine Hoffnungen macht, die ich nicht erfüllen kann..." sorgt sich Franz Kafka gegenüber seinem Freund Max Brod. - Aus Briefen und Zeugnissen hat Ivan Klíma die Beziehung zwischen Kafka und Felice Bauer rekonstruiert.
Sonntag 17:04 Uhr

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WDR5

WDR 5 Hörspiel am Sonntag

Carl DjerassiPhallstricke Von Carl Djerassi Ein Streit über die Deutungshoheit bei der Kunstbestimmung Übersetzung aus dem Amerikanischen: Ursula-Maria Mössner Dr. Leitner-Opfermann: Daniela Ziegler Emma Finger: Sigrid Burkholder Dr. Stolzfuss: Walter Renneisen Dr. Otto Umlauf/Lopez: Matthias Koeberlin Regie: Jörg Schlüter und Angeli Backhausen
Sonntag 17:04 Uhr

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SRF 2 Kultur

Hörspiel

1 2/4: «Der Apfel fällt nicht weit vom Krieg» Der französische Schauspieler und Autor François Pérache und Sabine Zovighian verbinden in seinem Hörspiel Nachforschungen über die eigene Familiengeschichte mit Recherchen zur französischen Geschichte. Wie hängen die blutigen Ausschreitungen von 1961 mit den Terroranschlägen von 2015 zusammen?
Sonntag 17:06 Uhr

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Bremen Zwei

Hörspiel

radio tatortARD Radio Tatort "Der Schatz in der Taverne" Kriminalhörspiel von Robert Hültner Im Brucker Rathaus beschwert sich Investor Strasser darüber, dass seine Umbaupläne für ein altes Palais in der Altstadt noch immer nicht genehmigt worden sind. Vergeblich versucht man ihm zu erklären, dass es sich bei diesem Gebäude um eines der ältesten Bauwerke der Stadt handelt, mit dem man schließlich nicht verfahren könne wie mit einer Nachkriegsbaracke. Aber nicht nur die Stadt und das Denkmalschutzamt stemmen sich gegen Strassers rücksichtsloses Vorhaben, sondern auch eine täglich anwachsende Gruppe empörter Brucker Bürger. Als der Investor aber kurz darauf im Obergeschoss des geschichtsträchtigen Hauses tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht sofort auf Vlassos, dessen Taverne sich in dem alten Gemäuer befindet - und dessen Existenz vernichtet wäre, wenn sich Strasser mit seinen Plänen durchsetzen würde. Während die Ermittler versuchen, ihm die Tat nachzuweisen, erinnert sich der Stadtarchivar daran, dass das alte Palais vor vielen Jahren eine legendäre Künstlergruppe beherbergte, deren Werke heute hohe Preise erzielen. Liegt dem Mord vielleicht doch ein anderes Motiv zugrunde? Regie: Ulrich Lampen / Produktion: BR 2019
Sonntag 18:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

günter eichDer letzte Tag von Lissabon Hörspiel von Günter Eich Mitarbeit: Ilse Aichinger Mit: Paul Hoffmann, Hans Mahnke, Lina Carstens, Margot Hielscher u. a Komposition: Mladen Gutesha Regie: Otto Kurth (Produktion: SDR 1961) Am 31. Oktober 1755, am Vorabend jenes Allerheiligentages, an dem die Stadt Lissabon über Gerechte und Ungerechte zusammenstürzen wird, wartet ein Geistlicher auf die Vollstreckung seines Urteils. Die Inquisition hat ihn wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. In der Zelle ist sein einziger Gesprächspartner der Gefängniswärter. Ihm erzählt er Geschichten, die von einer Welt handeln, in der sich die menschlichen Kreaturen mit dem Versuch quälen, ihr sie peinigendes Leben zu meistern. Sie alle scheitern.
Sonntag 18:20 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

michel houellebecqUnterwerfung (2/2) Teil 2: Das römische Reich Hörspiel nach dem Roman von Michel Houellebecq Übersetzung: Bernd Wilczek, Norma Cassau Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann Mit: Samuel Weis, Johann von Bülow, Julia Riedler, Christian Redl, Martin Rentzsch, Tina Wilhelm, Anne Leßmeister, Doris Wolters, Manuel Harder, Rosi Knoden, Thomas Stephan, Michael Mattig, Christian Susanka, Moritz Brendel und Wolfram Koch Ton: Andreas Völzing Produktion: SWR 2015 Länge: 84"30 Literaturprofessor François kehrt aus dem Kloster zurück und scheint sich mit der neuen islamischen Regierung anzufreunden. Das Heilige Römische Reich unter islamischer Führung im Jahr 2022 ist nichts weniger als der Untergang unserer libertär-kapitalistischen Konsumgesellschaft. François, Literaturprofessor an der Sorbonne, Mitte 40 und nach seinen libertären Ausschweifungen gezeichnet vom Ennui beginnt sich nach seiner Rückkehr aus dem Kloster Rocamadour mit den Annehmlichkeiten der neuen, demokratisch gewählten islamischen Regierung anzufreunden. Es ist eine freiwillige Unterwerfung - Kollaboration oder Kooperation, je nach Perspektive. "Wie jeder gute Genreroman ist auch Houellebecqs Roman voll drastischer Effekte, ironischer Wendungen und beißender Kritik am Zeitgeist. Und wie es sich für gute (Social) Science Fiction gehört, ist die Zukunft auch hier eigentlich nur eine entrückte Gegenwart: Meine Hörspielfassung soll das Gegenwärtige in Houellebecqs Dystopie oder Utopie, je nach Standpunkt! mit dokumentarischen Mitteln erzählen. Konterkariert wird dieser Fake-Dokumentarismus von François" Auseinandersetzung mit Leben und Werk des dekadenten Schriftstellers Huysmans, der Ende des 20. Jahrhunderts lebte." (Leonard Koppelmann) Michel Houellebecq, geboren am 26.2.1958 auf der Insel La Réunion, wuchs bei seiner Großmutter in Frankreich auf. Mit 18 Morphinsucht. Nach 1980 angestellt als Landwirtschaftsingenieur, Heirat und Vater eines Sohns. 1985 Scheidung und Bruch mit seinem früheren Leben. Depressionen, Klinikaufenthalte. Erste Gedichte erscheinen in der Nouvelle Revue de Paris. 1991 Arbeit als Computertechniker und Veröffentlichung der ersten Bücher bei den Éditions de la Différence, wo 1992 der mit dem Tristan-Tzara-Preis ausgezeichnete Gedichtband "Suche nach Glück" herauskommt. Schriftstellerische Arbeit sowie Anstellung im service informatique der Verwaltung der Assemblée Nationale. International bekannt wurde er mit seinem Roman "Elementarteilchen" (1998). 1999 übersiedelte er von Paris nach Irland. Unterwerfung (2/2)
Sonntag 18:30 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

South Side Matters - Ein weißer Priester zwischen Ganggewalt und Waffenlobby Von Christian Lerch Seit 40 Jahren kämpft Michael Pfleger gegen die Brutalität der Gangs in Chicagos Sü-den. Dem weißen Pfarrer in einem afroamerikanischen Viertel geht es weniger um das Seelenheil seiner Gemeinde, vielmehr konfrontiert er laut und provokativ die drittgrößte Stadt der USA mit ihren Sünden: der Waffengewalt, dem Rassismus und der ökonomischen Ausgrenzung. Regie: der Autor
Sonntag 19:04 Uhr

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SWR4 Baden-Württemberg

Mundart und Musik

Felix HubyHörspiele und Sketche in Mundart Justinus und seine Brüder Eine Familiengeschichte aus dem Württemberg des 19. Jahrhunderts Mundarthörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Felix Huby und Hartwin Gromes Teil 1 und 2 Die Kerners waren eine ungewöhnliche Familie, insbesondere die Brüder Georg, Karl und Justinus. Am bekanntesten ist der Dichter und Arzt Justinus Kerner. Georg, der Älteste, war ein begeisterter Anhänger der französischen Revolution und diente Frankreich als Diplomat, bis er sich mit Napoleon überwarf und in seinen ursprünglichen Beruf als Arzt zurückkehrte. Bruder Karl schlug erfolgreich die militärische Laufbahn ein, brachte es bis zum Generalmajor, war Gutsbesitzer, Hüttenfachmann, Bergrat und kurzzeitig Innenminister im Königreich Württemberg. Der Jüngste, Justinus Kerner, ist durch seine Lieder "Preisend mit viel schönen Reden ..." und "Wohlauf noch getrunken den funkelnden Wein ..." bis heute im Gedächtnis geblieben. Als Arzt machte er sich mit seinen medizinischen Forschungen einen Namen. Aufsehenerregend waren seine Heilungsversuche im Bereich übersinnlicher Phänomene. Mit seine Frau Friederike unterhielt er in Weinsberg ein offenes Haus, in dem so bekannte Dichter wie Nikolaus Lenau, Ludwig Uhland, Adalbert von Chamisso und Wilhelm Müller aus- und eingingen. Mit den eng ineinander verflochtenen Biografien der drei Brüder eröffnet sich ein packendes Zeitpanorama von der Französischen Revolution bis in die Zeit nach der Revolution 1848. "Ond sie schwätzet meischtens schwäbisch"! Felix Huby geboren 1938 in Dettenhausen, lebt in Berlin und veröffentlicht seit 1976 Sachbücher, Kinderbücher und Kriminalromane. Für das Fernsehen schrieb er zahlreiche Drehbücher. Bekannt wurde er vor allem als Erfinder des Tatort-Kommissars Schimanski. Bisher hat Felix Huby über 30 "Tatorte" geschrieben, außerdem die Drehbücher für die erfolgreichen TV-Serien "O Gott Herr Pfarrer", "Der Hafendetektiv", "Abenteuer Airport", "König von Bärenbach" oder "Ein Bayer auf Rügen" Darüber hinaus mehrere Hörspiele für den SWR. Hartwin Gromes geboren1941 in Dessau. Theaterwissenschaftler, Dramaturg, Autor. Seit 1967 Theaterdramaturg in Münster, Wiesbaden, Stuttgart, Heidelberg, Basel und zwischen 1988 - 1995 Gastdramaturg in Bonn und Düsseldorf. Von 1988 bis 2007 am Institut für Medien und Theater in Hildesheim, danach bis 2010 Gastdozent an der Hochschule der Künste Zürich. Regie: Günter Maurer Produktion: SWR 2019
Sonntag 21:00 Uhr

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NDR Info

Das Hörspiel

Guy de MaupassantDie Strafe Nach der Erzählung "Zum Tode verurteilt" von Guy de Maupassant Bearbeitung: Jochen Hauser Regie: Walter Niklaus Mit Wolfgang Brunecker, Marylu Poolman, Wolfgang Sörgel, Christa Lehmann, Werner Schoch u.a. Rundfunk der DDR 1975 In dem kleinen Fürstentum Monapossa wird ein Mörder zum Tode verurteilt, dann zu lebenslänglicher Haft begnadigt und schließlich des Landes verwiesen. Doch der inzwischen zur Touristenattraktion gewordene Gefangene bringt Staatshaushalt und Regierung in Unordnung und weigert sich, das Land zu verlassen. Erst als die drei Minister die Fortführung der den Gefangenen sehr strapazierenden Besuche ihrer Frauen im Gefängnis androhen, flieht er. Mehr unter ndr.de/radiokunst Das Hörspiel
Sonntag 21:05 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

"Armut" von Studierenden des Instituts für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, gemeinsam mit Sounddesign-Studierenden der Fachhochschule Joanneum Graz, Projektleiter: Orhan Kipcak Radiokunst - Kunstradio präsentiert sechs kurze Hörstücken zum Thema *Armut*. "Armut" ist das Jahresthema der Akademie Graz. Astrid Kury, die Leiterin der Akademie, gestaltet dazu ein Jahresprogramm aus Vorträgen, Symposien und Ausstellungen und hat das Institut für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien und den Studiengang für Sound Design der Kunstuniversität Graz und der FH-Joanneum Graz eingeladen, Kurzhörspiele zu diesem Thema zu gestalten. Die Ergebnisse sind sehr vielfältig: Es gibt realistisch erzählte Szenen, Burlesken, Satiren aber auch Beiträge, die das Thema mit poetischer Distanz umkreisen. Die Hörstücke wurden im Winter 2019 in intensiver Zusammenarbeit der Autorinnen, Autoren und der Sound-Designer (keine Frauen im aktuellen Jahrgang) in den Grazer Ton-Studios produziert. Leiter des Seminars war der Mediendesigner Orhan Kipcak, der sowohl am Sprachkunst-Institut in Wien als auch am Graz Studiengang unterrichtet. Das Wiener Sprachkunst-Institut der Universität für angewandte Kunst Wien bildet seit elf Jahren angehende Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus, während die beiden Grazer Hochschulen seit 2015 ein gemeinsames Masterstudium für akustisches Gestalten anbieten. Die Zusammenarbeit mit dem Ö1 - Kunstradio geht mit diesem Projekt ins vierte Jahr. Die Akademie Graz wurde 1987 als Verein zur Pflege von Kultur und Wissenschaft gegründet und steht für eine Reihe von kultur- und gesellschaftspolitischen Aktivitäten und Initiativen, die "mündige Bürger und Bürgerinnen auffordert, die Verantwortung für unsere Gesellschaft zu tragen und aktiv an deren Gestaltung beizutragen".
Sonntag 23:00 Uhr

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