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KartoffelKirsche, Gurke, Erbse ... Pflanzen mit Migrationshintergrund Kartoffel Die nahrhafte Knolle Das Kalenderblatt 26.10.1984 "Terminator" kommt in die Kinos Von Anja Mösing Kirsche, Gurke, Erbse ... - Pflanzen mit Migrationshintergrund Autorin: Claudia Heissenberg / Regie: Dorit Kreissl Viele Nahrungsmittel, die wir heute für urdeutsch halten, stammen aus fernen Ländern. Die Heimat der Erbse ist Syrien, Kirschen kommen aus Kleinasien und die Gurke stammt vermutlich aus Indien, wo sie seit 1500 vor Christi an den Südhängen des Himalaya kultiviert wird. Seit Jahrtausenden bestimmt die Migration von Pflanzen unseren Speiseplan und der wäre ohne die eingebürgerten Exoten ziemlich arm. Es gäbe keinen Salat und keine Tomaten, keine Pflaumen, keinen Kaffee und keine Kartoffeln. Es gäbe noch nicht mal Kohl, der war ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Aber was kam bei uns auf den Tisch, bevor es all die fremden Köstlichkeiten gab? Und wie sind sie aus dem Orient und der Neuen Welt zu uns gekommen? Pflanzliche Überreste, die vor langer Zeit im Herdfeuer verkohlten, geben Auskunft darüber, was einst auf den Feldern der Bauern wuchs und den Menschen als Nahrung diente. Und zeigen, wie sehr die Migration der Nahrungspflanzen das gesellschaftliche und soziale Leben der Menschen im Laufe der Zeit verändert hat. Kartoffel - Die nahrhafte Knolle Autorin: Claudia Steiner / Regie: Irene Schucki Die Kartoffel ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt. In Südamerika wird die zur Familie der Nachtschattengewächse gehörende Pflanze seit mehr als 8000 Jahren kultiviert. Erst im 16. Jahrhundert brachten Seefahrer das Gewächs nach Europa, doch zunächst galt es hierzulande nur als hübsche Zierpflanze, die in botanischen Gärten ausgestellt wurde. Später sicherten Kartoffeln das Überleben vieler Menschen und ermöglichten auch das starke Bevölkerungswachstum während der Industrialisierung. Kartoffelkrankheiten wie die Krautfäule sorgten im 19. Jahrhundert für große Ernteausfälle und hatten katastrophale Hungersnöte zum Beispiel in Irland zur Folge. Heute sind in Deutschland rund 200 Sorten zugelassen, weltweit gibt es mehrere tausend. Kultivierte Kartoffeln werden in frühe, mittlere und späte Sorten unterteilt. Ein Dickmacher sind sie - wie oft angenommen wird - nicht. Erst durch fettreiche Soßen oder das Frittieren werden Kartoffeln besonders kalorienreich. Vielmehr enthalten die gesunden Erdäpfel viele Vitamine und essentielle Aminosäuren. Moderation: Redaktion: Gerda Kuhn
Freitag 09:05 Uhr

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88vier

onda-info

argentinien- Das sind Reportagen, Magazinsendungen und Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte und Frauenmorde in Mexiko ebenso wie queerer Cumbia aus Argentinien oder Ökotourismus in Costa Rica.
Freitag 12:00 Uhr

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88vier

onda-info

mexiko- Das sind Reportagen, Magazinsendungen und Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte und Frauenmorde in Mexiko ebenso wie queerer Cumbia aus Argentinien oder Ökotourismus in Costa Rica.
Freitag 12:30 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

UrtextSchöpfungsgeschichte(N) Oder: Der "Urtext" und seine Erfinder Von Johannes Jansen Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr "Urtext" kann vieles bedeuten, zum Beispiel die Frage, wie die Taxihupen gestimmt waren, die George Gershwin in "Ein Amerikaner in Paris" verwendet wissen wollte. Oder die Überlegung, welche die von Mozart selbst bevorzugte Lesart war, wenn er in seinen Klavierkonzerten mehrere Varianten festgehalten hat - vor dem Hintergrund der Tatsache, dass er zumeist improvisierte und die Niederschrift für ihn allenfalls eine Gedächtnisstütze war. Kann auch ein Fragment ein "Urtext" sein, wenn sich das Puzzle wegen fehlender Teile nicht mehr vollständig zusammensetzen lässt? Wo mehrere oder gar widersprüchliche Quellen zu ein und demselben Werk vorliegen, braucht es Scharfsinn und gehörigen Forscherfleiß, um herauszufinden, welche den mutmaßlichen Intentionen des Komponisten am nächsten kommt - denn in den meisten Fällen kann man ihn ja nicht mehr fragen. Der Begriff "Urtext" wurde in Deutschland geprägt, aber auch ausländische Verlage benutzen ihn als eine Art Gütemarke. Alles nur eine clevere Geschäftsidee? - Fragen an den "Urtext" und seine Erfinder stellt Johannes Jansen im Musik-Feature.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Selbst gemachtes Leben Der Tapir im Birkenwald Von Gabi Schaffner Regie: die Autorin Produktion: Dlf 2016 Ist es Volkskunst, Wahnsinn oder Methode? Am 23. Januar 2016 starb der finnische Videodokumentarist Erkki Pirtola. Mehr als 30 Jahre seines Schaffens widmete er einer Kunstrichtung, die in den Tiefen der finnischen Wälder und Tundren ein einzigartiges Dasein fristet. Der Begriff ITE, kurz für "Itse Tehti Elämä" - selbst gemachtes Leben - fasst Kunst und Leben, Mensch und Natur in eine Formel, die sich in außergewöhnlichen und oft surrealen Kunstwerken manifestiert. ITE ist billiges Blech oder geflochtene Birkenrinde, ITE ist trashig und transzendental zugleich, ITE ist von Aliens inspiriert oder vom Geist der Vorfahren, ITE kann ein Möbel sein, ein Löffel, ein Tapir aus Metall im Birkenwald oder eine einzelne, durch den Raum gespannte Saite. Pirtola erhielt für sein Werk 2011 den Staatspreis der Bildenden Künste Finnland. Anhand von Interviews und Tonmaterial, das während einer langen gemeinsamen Reise entstand, entwirft die Autorin ein Porträt des Künstlers und der ITE-Kunst. Selbst gemachtes Leben
Freitag 20:10 Uhr

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