Bayern 2

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StachelschweinDas Stachelschwein Ein wehrhafter Geselle Der Igel Stachliger Überlebenskünstler Das Kalenderblatt 14.6.1834 Isaac Fischer erhält Patent für Schleifpapier Von Yvonne Maier Das Stachelschwein - Ein wehrhafter Geselle Autorin: Christiane Büld-Campetti / Regie: Frank Halbach Stachelschweine kennt man bei uns vor allem vom Hörensagen. Und in der Tat stammt das monogame Säugetier, das sein Leben vorwiegend im Familienverband verbringt, ursprünglich aus Asien und Afrika. Nur haben es vor rund 2.000 Jahren die genusssüchtigen Römer von ihren Eroberungszügen mitgebracht, als Delikatesse. Seitdem begegnet man dem scheuen Nagetier also auch in südeuropäischen Wäldern. Tagsüber hält es sich dort in seinen Erdbauten auf und begibt sich nur nachts auf Nahrungssuche. Dabei schmatzt der Pflanzenfresser laut, schnaubt und grunzt. Ein Hinweis, dass das Tier keine natürlichen Fressfeinde zu fürchten braucht, außer dem Menschen natürlich. Das hat es seinem Stachelkleid an der hinteren Körperhälfte zu verdanken. Damit hält sich das Stachelschwein unliebsame Angreifer im wahrsten Sinne des Wortes vom Leibe. Die langen Stacheln verursachen schmerzhafte Wunden. Und wer damit einmal Erfahrung gemacht hat, schlägt in Zukunft einen weiten Bogen um dieses wehrhafte Tier. Der Igel - Stachliger Überlebenskünstler Autorin: Carola Zinner / Regie: Eva Demmelhuber "Der Igel (Erinaceus europaeus) ist ein drolliger Kauz und dabei ein guter, furchtsamer Gesell, welcher sich ehrlich und redlich, unter Mühe und Arbeit durchs Leben schlägt", schrieb Alfred Brehm in seinem "Tierleben". Ganz offenbar gehörte also auch der berühmte Zoologe zu den vielen Freunden des Stacheltiers. Die Wehrhaftigkeit, die der Igel seinem spitzem Pelz verdankt, der Mut, mit dem er sich in Kämpfe mit scheinbar weit überlegenen Gegnern wie etwa Kreuzottern stürzt, wurden zur Grundlage zahlreicher Mythen und Legenden. Tatsächlich sind Igel wahre Überlebenskünstler. Lange vor der Entstehung der Menschheit durchwanderten sie bereits die Landschaft. Und sie werden dank ihrer Anpassungsfähigkeit wohl auch in Zukunft noch lange nicht daraus verschwinden - auch wenn ihr natürlicher Lebensraum durch die Bebauung und Versiegelung der Landschaft ständig kleiner wird. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Bernhard Kastner
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

galina ustwolskajaMusik der Extreme Zum 100. Geburtstag der russischen Komponistin Galina Ustwolskaja Von Julia Smilga Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Kraftvoll energetisch, schlicht direkt, klar in der Botschaft. So eindringlich erscheint die Musik der russischen Komponistin Galina Ustwolskaja (1919-2006). Ustwolskaja gilt neben Sofia Gubaidulina als die bedeutendste Komponistin Russlands. Nur 36 Stücke hat sie im Lauf ihres Lebens geschrieben, 25 davon ließ sie gelten - Galina Ustwolskaja hat wahrhaft gerungen um ihre Musik. Herausgekommen sind sehr spezielle, äußerst bedrängende Werke. Ustwolskaja, eine der rätselhaftesten russischen Komponistinnen, wurde erst sehr spät entdeckt. Als die Werke der damals in St. Petersburg zurückgezogen lebenden Komponistin Anfang der neunziger Jahre durch Festivals in Europa allmählich bekannt geworden waren, rief Ustwolskajas Musik Erstaunen hervor. Dass derart eigenständige und kompromisslose Kompositionen in der ehemaligen Sowjetunion völlig unbemerkt entstehen konnten, schien unmöglich. Galina Ustwolskaja studierte am Leningrader Rimskij-Korssakow-Konservatorium. Hier erhielt sie eine Aspirantur und leitete schließlich eine Kompositionsklasse an der dem Konservatorium angegliederten Musikfachschule. Ihr Kompositionslehrer Dmitrij Schostakowitsch äußerte sich begeistert über Ustwolskaja. Mehrfach setzte er sich gegen den Widerstand seiner Kollegen im Komponistenverband für sie ein. Ihre Meinung über Schostakowitsch war hingegen äußerst kritisch, sogar vernichtend. Julia Smilga zeichnet den Lebensweg der rätselhaften Künstlerin auf.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

tierversucheDie Affen von Tübingen Über den unerbittlichen Streit um Tierversuche Von Marius Elfering Produktion: Dlf 2019 An keinem anderen Lebewesen wird die Diskussion um Tierversuche so erbittert geführt wie am Affen. Die Forschung am lebenden Tier sei unersetzlich, sagen die einen. "Tierquälerei", rufen die anderen. Der Graben könnte tiefer kaum sein. Sie heißen Jorris, Pollux oder Mango, aus ihren Köpfen ragen Implantate, die ihnen die Forscher eingesetzt haben. Sie sitzen in einem Primatenstuhl und erfüllen Aufgaben. Die Forscher des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung in Tübingen halten diese Tierversuche für unabdingbar, sie wollen kranken Menschen helfen. Der Gedanke, dass Tiere für menschliche Zwecke leiden, ist für Tierschützer schwer zu ertragen. Tierversuche an Affen heizen die Diskussion besonders an. Zwar machen Affen nur einen Bruchteil der Versuchstiere in Deutschland aus, dennoch geraten sie immer wieder in den Mittelpunkt der Konflikte. In Tübingen werden gleich an mehreren Instituten Versuche an Affen durchgeführt. Drinnen wird geforscht, draußen protestiert. Zwei Lager, die sich unversöhnlich gegenüberstehen. Das Doppelporträt lässt beide Seiten zu Wort kommen - und überlässt das Urteil den Hörerinnen und Hörern. Die Affen von Tübingen
Freitag 20:10 Uhr

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