Jetzt läuft auf Ö1:

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

Präsentation: Michael Köppel Musikauswahl: Gerald Kolbe


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

Präsentation: Michael Köppel Musikauswahl: Gerald Kolbe


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Mariendarstellungen und Himmelfahrten aller Art" von Martina Pippal, Kunsthistorikerin und Künstlerin. - Gestaltung: Alexandra Mantler. Bilder treiben die Entwicklung von Glaubensinhalten an wie Motoren. So weit, dass diese schlussendlich zum Dogma erhoben werden können, wie jenes von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel zeigt. Die katholische Kirche feiert die "Assumptio" jedes Jahr am 15. August. Dass "Mariä Himmelfahrt" 1950 - nur sieben Jahre, bevor mit Sputnik die Weltraumfahrt begann, - vom Papst als unumstößliche Glaubenswahrheit verkündet wurde, erstaunt. Daher fragt man sich: Aus welchen Überlegungen heraus hat sich denn die Meinung von der Aufnahme des Leibes der Mutter Jesu ursprünglich, schon in frühchristlicher Zeit, entwickelt? Wie wirkten andere antike Mythen darauf ein? Und welche Rolle spielte die Kunst bei der Ausbildung dieses Glaubens tatsächlich? Martina Pippal ist Kunsthistorikerin, Autorin und Künstlerin. Als Professorin an der Universität Wien gilt ihr besonderes Interesse der Entstehung der frühchristlichen Kunst sowie der Antike als Referenzpunkt der visuellen Medien im Mittelalter, sowie der Moderne. Kinesthetic learning dient ihr in Forschung als Lehre als unabdingbares Werkzeug beim Erkenntnisgewinn.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

Präsentation: Michael Köppel Musikauswahl: Gerald Kolbe


07.55 Uhr

 

 

Ö1 Talentebörse

Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt Begonnen hat der Pianist Sergey Kim seine Ausbildung in seiner Heimat in Kasachstan, seit fünf Jahren lebt er in Linz, wo er an der Anton Bruckner Privatuniversität seine Studien Konzertfach Klavier und Vokalbegleitung abschloss. Sein Können als Solist und als Kammermusiker konnte der 32-Jährige mehrfach bei diversen internationalen Wettbewerben unter Beweis stellen.


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Wolfgang Schlag.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Geschätzt, verbreitet, bekämpft. Die Ökologin und Forstwissenschafterin Elisabeth Pötzelsberger spricht über den Götterbaum. Teil 1: Schnelles Wachstum Gestaltung: Renate Pliem Mit seinen großen Fiederblättern begrünt er die Stadt, kommt aus Mauerritzen und Asphaltbrüchen: der Götterbaum. Das Gewächs ist in China beheimatet und kam im 18. Jahrhundert nach Europa. Ein Jesuitenpater schickte Pflanzensamen aus China nach Paris - und so wurde der Götterbaum verbreitet. Er war sehr geschätzt in Parks und Alleen und bildete auch - gemeinsam mit der Platane - die erste Bepflanzung der Wiener Ringstraße. Weniger bekannt ist, dass der Götterbaum in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Österreich zur Befestigung der sandigen Böden im Marchfeld gepflanzt wurde. Genetische Untersuchungen des Instituts für Waldbau ergaben, dass die heute dort wachsenden Götterbäume direkt von der "Ursprungsbepflanzung" abstammen. Der Götterbaum wächst schnell und kommt auch mit hohen Temperaturen gut zurecht. Und er ist ein Meister der Vermehrung: Er kann sich entweder durch Samen oder durch Ausläufer verbreiten, und so wurde er in den letzten Jahrzehnten nicht nur zum geschätzten Stadtbaum, sondern auch zur Plage für Grundbesitzer. Die invasive Art verdrängt heimische Baumarten und breitet sich rasch aus. Elisabeth Pötzelsberger ist Expertin für nicht-heimische Baumarten an der Universität für Bodenkultur Wien. Sie beschreibt die Geschichte des Götterbaums in Europa, erklärt seine Verbreitungsstrategien und erläutert, welche Auswirkungen diese invasive Pflanzenart auf das gesamte Ökosystem hat.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der vernetzte Mensch

Codes und Communities (1). Gestaltung: Sarah Kriesche Zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft ist der Mensch sowohl Individuum, als auch Teil des sozialen Lebens. Ob Sprache, Mimik, Gestik oder Schrift, im Laufe der menschlichen Evolution wurden die Codes, mit denen wir kommunizieren, immer nuancierter, die Gesellschaftsformen immer komplexer. Wie schon die Erfindung der Schrift stellt die Digitalisierung, insbesondere "soziale Netzwerke" wie Facebook, Twitter, Instagram oder Snapchat, einen einschneidenden Punkt in der Menschheitsentwicklung dar: Wir kommunizieren anders, schließen anders Freundschaften und streiten anders. Ein "Digitales Ich", das wir in sozialen Netzwerken erschaffen, steht oftmals optimiert und konkurrierend zum "Analogen Ich". Die neuen Möglichkeiten des sozialen Miteinanders scheinen oft Überschattet von Schlagworten wie "Hate speech" oder "shitstorms", in welcher die dunklen Eigenschaften des Menschseins unkontrolliert auszubrechen scheinen. Mit Konsequenzen, die sich schon längst auch im Analogen niederschlagen. Das Ö1 Radiokolleg begibt sich auf eine Reise zu den Ursprüngen des sozialen Miteinanders des homo sapiens. Welche Erfolgsstrategien haben sich bewährt, wie haben sie sich im Laufe der Geschichte verändert und wie verändern soziale Netzwerke unser globales Miteinander? Welche sozialen Herausforderungen ergeben sich durch neue Kommunikationsformen? Kann ein Smiley tatsächlich ein Lächeln ersetzen, bedeutet das Bild eines Herzes bereits Liebe und inwieweit kann die menschliche Interpretationsfähigkeit den nonverbalen digitalen Nuancen gerecht werden? Denn nicht alles, was in einem Chat geschrieben steht, muss immer so gemeint sein. Beim Blick hinter die Kulissen boomt das Geschäft rund um unsere Kommunikation. Für die Betreiber-Unternehmen wie Facebook ist die technologisierte Form unserer Kommunikation, unsere Emotionen, Gedanken und Diskurse das Benzin, mit dem ihr Geschäftsmodell betrieben wird. Sie verfügen nicht nur über eine Daten-Hoheit, sondern auch über die Macht, Diskurse zu lenken, beziehungsweise die moralischen Richtlinien vorzugeben, unter denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer partizipieren können. Zwischen selbstauferlegter ethischer Verantwortung und einem Wirtschaftsmodell, welches auf usergenerierten Daten basiert, ergibt sich zwangsläufig ein Zwiespalt, dessen gesamtgesellschaftliche Konsequenzen noch nicht im vollen Maße absehbar scheinen. Das Ökonomisieren der Privatsphäre wirkt sich auch auf die Art und Weise aus, was und wie wir miteinander kommunizieren: Zwischen Utopien des weltweiten konstruktiven Diskurses und Dystopien, in welcher Propaganda Wahrnehmungen beeinflussen soll, entwickelt der Mensch neue Strategien der Kommunikation und des sozialen Miteinanders, dessen Ausgang für Demokratie und Gesellschaft derzeit kaum abschätzbar scheinen.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Kurieren nach Kneipp

Die Wechselbäder des Volksmediziners (1). Gestaltung: Ilse Huber Kneipp in aller Munde: Kuranstalten, Wassertherapien, pflanzliche Arzneien und naturkosmetische Produkte sind nur ein kleiner Teil dessen, womit sich der römisch-katholische Priester in seinen 76 Jahren auseinandersetzte. Wasser, Pflanzen, Ernährung, Bewegung und Ordnung - auf diesen fünf Säulen fußt eine gesunde Lebensweise à la Sebastian Kneipp. Er selbst ist schon mehr als 120 Jahre tot, doch seine naturkundliche Philosophie lebt weiter fort. Dabei wäre er als 25-Jähriger beinahe gestorben. An Tuberkulose - einer weitverbreiteten Krankheit des vorletzten Jahrhunderts. Es dauerte mehrere Jahre bis er vollständig genesen war, und das auch dank eines Buches, das ihn darauf brachte, mit kaltem Wasser zu experimentieren. Inspiriert durch den Arzt Johann Sigmund Hahn, unternahm er Bäder in Dillingen an der Donau. Die belebenden Erfolge sollten ihn nicht mehr loslassen und brachten ihm die Bezeichnungen "Wasserdoktor" und "Cholera-Kaplan" ein. Sehr zum Missfallen der anerkannten Ärzte. Sie verklagten ihn wegen Kurpfuscherei. Mit dem Effekt, dass 1873 die allgemeine Kurierfreiheit erlassen wurde. Damit konnte das Universum Kneipp so richtig starten. Mit der Veröffentlichung des Buches "Meine Wasserkur" ging es los, es folgten pharmazeutische und kosmetische Produkte der Marke Kneipp. Die Menschen würdigten seine kostenlosen Behandlungen im Dienste der Gesunderhaltung. Schon zu Lebzeiten strömten sie zu ihm. Und auch heute ist Sebastian Kneipp omnipräsent. Ein Rückblick und Ausblick über einen Mann, der vom Papst mit dem Titel Monsignore ausgezeichnet und von den Menschen als Kräuterpfarrer bezeichnet worden ist.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Ella Fitzgerald

First Lady of Song (1-3). Gestaltung: Ute Maurnböck. Ihr Improvisationstalent brachte sich nach ganz oben. Weil der damals 17jährigen Ella beim ersten Vortanzen die Knie so schlotterten, dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnten, improvisierte sie: sie sang stattdessen ein Lied und wurde prompt als Sängerin engagiert. Als ihr Jahre später der Text von "Mack the Knife" bei einem Auftritt in Berlin nicht einfallen wollte, improvisierte sie wiederum: "Oh Bobby Darin and Louis Armstrong They made a record, oh but they did And now Ella, Ella, and her fellas We're making a wreck, what a wreck of Mack the Knife" Das Leben der unprätentiösen, drei Oktaven umfassenden Stimmakrobatin gehörte der Musik. Sie interpretierte Songs auf eine Weise wie keine Jazzsängerin vor ihr, spielte Instrumente mithilfe ihrer Stimmbänder, scattete als eine der Ersten und bewegte sich musikalisch sicher zwischen den unterschiedlichsten Genres: von Bebop über Samba bis zum Hip Hop. - Am 25. April 2017 jährte sich ihr Geburtstag zum 100. Mal.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. Allerhand Unfug - mittelalterliche Spielereien. "Derb und minniglich" - zwischen diesen Gegensätzen pendelte die Spielfreude der mittelalterlichen Menschen. Aber vielleicht waren das für sie gar keine Gegensätze, sondern zwei Seiten ein- und derselben Medaille? Immerhin: das Würfelspiel wurde auch zum Symbol des Kampfes zwischen Gott und dem Teufel um die Seele des Menschen.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Literarische Reportagen: "Der wirkliche Krieg und der Krieg der Worte" - Ein Bericht von Martha Gellhorn aus Vietnam 1966. Es liest Mercedes Echerer. Gestaltung: Gudrun Hamböck Mit den von ihr "Hurra-Syndrom" und "Angst-Syndrom" genannten Formen der US-Kriegskommunikation demonstriert Martha Gellhorn wie Propaganda ganz offen mit Widersprüchen operiert. Zu hören ist ein Text aus dem Band "Das Gesicht des Krieges", der Reportagen aus den Jahren 1937 bis 1987 versammelt. Martha Gellhorn, geboren 1908 in St. Louis, berichtete von Lynchmorden im Mississippi der frühen 1930er Jahre, vom Spanischen Bürgerkrieg, den sie gemeinsam mit Ernest Hemingway erlebte (mit dem sie fünf Jahre verheiratet war), von den Hauptfronten und Nebenschauplätzen des Zweiten Weltkriegs, der Befreiung Dachaus, von den chaotischen Nachkriegsauseinandersetzungen auf Java, vom Vietnamkrieg, vom Sechstagekrieg, dem Bürgerkrieg in El Salvador u.v.m. Immer die großen Zusammenhänge im Blick, aber den Fokus auf die Leidtragenden gerichtet, schreibt sie ihre Geschichten 58 Jahre lang faktenreich, sachlich und mit der unabhängigen politischen Haltung einer Kriegsgegnerin. "Krieg ist eine bösartige Krankheit, eine Idiotie, ein Gefängnis, und das durch ihn verursachte Leid kann man nicht erzählen oder sich vorstellen; aber Krieg war unser Heute und unser Gestern, wir mussten damit leben. Ich war eine Kriegsgewinnlerin besonderer Art, denn ich kam immer mit heiler Haut davon und wurde dafür bezahlt, meine Zeit mit großartigen Menschen zu verbringen". Neben ihren Reportagen verfasste Gellhorn fünf Romane, 14 Novellen sowie zwei Bände mit Kurzgeschichten. Sie starb 1998 in London.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Jazz im Hof in St.Pölten 2. Geheimnisvolles Morgenland auf Schloss Halbturn 3. Kettcar im Rockhouse Salzburg Jazz im Hof in St.Pölten Im Karmeliterhof in St. Pölten finden vom 16. bis zum 18. August ausgewählte Konzerte statt, wenn es heißt: Jazz im Hof. Im Rahmen des Festivals tritt am 17. August Clemens Hofers Trio mit Jon Sass als Special Guest auf. Tags darauf werden gleich zwei Combos die Bühne im Hof entern: das Nenad Vasilic Trio einerseits, und das Trio PPP andererseits: Das Trio PPP vereint zwei Musikergenerationen: Der 82-jährige Saxofonist, Klarinettist und Bandoneonspieler Michel Portal ist seit Jahrzehnten als Musiker aktiv und hat eine internationale Karriere vorzuweisen. Er ist ein Meister der Improvisation und Abenteurer zwischen Jazz, Klassik und Filmmusik. Für das PPP Trio arbeitet er mit dem "Best of" der nächsten Generation zusammen: mit dem Akkordeonspieler Vincent Peirani und dem Saxofonisten Emile Parisien. Die zweite Combo des Konzertabends am 18. August ist das Trio um den Kontrabassisten Nenad Vasilic. Er spielt mit dem Pianisten Bojan Z und dem Percussionisten Jarrod Cagwin. Zu dritt nehmen sie den musikalischen Balkan als Ausgangspunkt und erweitern diesen um schräge Beats und ungewohnte Funkmuster. Geheimnisvolles Morgenland auf Schloss Halbturn "Geheimnisvolles Morgenland" - so der Titel der Ausstellung, die derzeit auf Schloss Halbturn zu sehen ist. Dabei geht es um die Länder und Kulturen, die an die Ostküste des Mittelmeeres anschließen: Sie galten bereits lange vor der Gründung des Römischen Reiches im 8. Jahrhundert vor Christus als Zentrum der Welt und als Brennpunkt kultureller und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Astronomie, Astrologie, Mathematik, Philosophie und Medizin sowie die vier Weltreligionen - Judentum, Christentum, Islam und Buddhismus - haben ihre Wiege im Nahen und Mittleren Osten. Europa blickte voll Bewunderung auf diese fremde Welt voller Schätze, unbekannter Waren und Fertigkeiten. Gewürze, Heilpflanzen, Düfte, märchenhafter Schmuck, kunstvolle Stoffe und Teppiche wurden zum Zeichen von Weltoffenheit und Kultiviertheit. Und so wie der Genuss von orientalischem Kaffee und Tee unverzichtbar geworden ist, so hat das Morgenland über Jahrtausende hinweg in den abendländischen Lebensraum hineingewirkt. Kettcar im Rockhouse Salzburg Die Hamburger Indie-Rocker Kettcar treten übermorgen, Mittwoch im Salzburger Rockhouse auf. Die 2001 in Hamburg gegründete Band hat eine lange Vorgeschichte: Sänger und Gitarrist Marcus Wiebusch war vor der Gründung von Kettcar seit 1991 Teil der legendären Punk-Band ?But Alive. Reimer Bustorff spielte bis zur Bandgründung von Kettcar in der Ska-Punk-Band Rantanplan, in die wiederum auch Marcus Wiebusch involviert war. Nun also Kettcar. Als Support spielt die Fortuna Ehrenfeld: Hinter diesem Pseudonym steckt der Kölner Multiinstrumentalist und Tausendsassa Martin Bechler.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger. Selbst wenn er tragische Opernstoffe komponierte, wählte Gioacchino Rossini eine Ouverture dazu, die keine Schwermut aufkommen ließ. Das Publikum sollte in den ersten fünf bis zehn Minuten des Abends erst einmal in gute Laune versetzt werden. Auf vier CDs liegt nun eine Gesamtaufnahme sämtlicher 36 Ouverturen Rossinis vor, interpretiert von der Filarmonica Gioachino Rossini und deren Chefdirigent Donato Renzetti, die in Rossinis Geburtsstadt Pesaro verwurzelt sind. Von zahlreichen so gut wie unbekannten Jugendwerken bis hin zur großen letzten "Guillaume Tell"-Ouverture. Da und dort gab es auch eine Mehrfachnutzung: die allbekannte Ouverture zum "Barbiere di Siviglia" hatte Rossini zuvor schon für zwei andere Opern verwendet, für "Aureliano in Palmira" und für "Elisabetta, regina d'Inghliterra". Immerhin hat er jeweils ein paar Noten abgeändert ...


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Wie man 150.000 Kinder vor dem Hunger rettet. Gäste: Maria Wurzinger, Agrarwissenschaftlerin und Entwicklungsexpertin; Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien. Moderation: Johann Kneihs Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 In mehreren Ländern Ostafrikas ereignen sich Hungerkatastrophen mit Millionen betroffener Menschen. Allein im und aus dem Staat Burundi, ein Drittel so groß wie Österreich, sind Hunderttausende auf der Flucht. Die Weltöffentlichkeit nimmt davon wenig Notiz, ein Hilfsaufruf der UNO für Burundi wurde bisher erst zu einem Zehntel finanziert. Hunger ist die Folge, aber auch eine Ursache von Unterentwicklung: Er bewirkt größere Anfälligkeit für Krankheiten und geringere Leistungsfähigkeit, bei Kindern vermindertes Wachstum, körperliche und geistige Beeinträchtigungen, Lernschwierigkeiten und fehlenden Bildungserfolg. Die Caritas Österreich hat sich nun zum Ziel gesetzt, 150.000 Kinder in Afrika und Asien vor den langfristigen Folgen von Unterernährung zu bewahren. Warum kommt es immer wieder zu Hungerkatastrophen wie aktuell in Ostafrika? Welche Maßnahmen und Hilfen sind am besten geeignet, um den Hunger nachhaltig zu bekämpfen? Darüber spricht Johann Kneihs mit der Agrarwissenschafterin Maria Wurzinger und mit Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien, der vor Kurzem in den betroffenen Regionen war. Wenn Sie sich an der Sendung beteiligen möchten: Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich - oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at.


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Innsbrucker Festwochen 2018. Traumland Arkadien (aufgenommen am 31. Juli im Spanischen Saal, Schloss Ambras). Gestaltung: Patrizia Jilg Sie war eine singuläre Gestalt ihrer Zeit: Königin Christine von Schweden. Sie liebte Religion, Philosophie, Mathematik und auch Alchemie, zog Wissenschafter nach Stockholm und machte die Stadt zum Athen des Nordens. Die Königin, die sich weigerte zu heiraten und die abzudanken gezwungen war, konvertierte 1655 in Innsbruck zum Katholizismus. Christina zog nach Rom und eröffnete dort einen wahren Musenhof in dem die besten Dichter, Komponisten und Musiker verkehrten. Ein Ort, der als das mythische Arkadien besungen wurde. Dieser idyllischen Gegenwelt spüren die ungarische Sängerin Emöke Barath, die Tiroler Harfenistin Margret Köll und der italienische Lautenist Michele Pasotti im Konzert nach. Margret Köll spielt eine Kopie der berühmten Barberini Harfe, die einst auch die Königin selbst verzaubert hat.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Weitläufigkeit trotz Funktionenvielfalt. Was ein neu gestalteter Park können muss Jedes Jahr werden allein in Wien ein Dutzend neue Parkanlagen errichtet oder bestehende umgestaltet. Dabei gilt das Parkleitbild der Wiener Stadtgärten. Auf dem Land entstehen Parks meist auf Initiative der Gemeinde. Ob Stadt oder Land: für die Planer gilt, bei der Parkplanung den unterschiedlichen Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer und Nutzerinnen gerecht zu werden. Kaum eine Parkgestaltung verzichtet auf Zonen für Kleinkinder, Hundebesitzer, Jugendliche oder alte Menschen. In historische Parkanlagen werden diese denkmalgerecht integriert. Doch sind Ballspielkäfig, Hundezone und Outdoor- Fitnessgerät die Essenz eines Parks? Gestaltung: Shenja Mannstein


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Volle Kraft voraus! Unterwegs auf dem Wasser, Teil 1: Mit dem Schlauchboot durch die Donau-Auen Um der Hitze zu entfliehen, beschließt Rudi, die kommende Woche auf dem Wasser zu verbringen. Für den Radiohund gibt es nichts Schöneres als Vorne am Schiffsbug zu sitzen und seine Schnauze in den Wind zu halten. Er springt in ein Schlauchboot und paddelt eine Runde mit Schülerinnen und Schülern der NMS-Hainburg. Die Gruppe erkundet gemeinsam mit dem Nationalpark-Team Donau-Auen einen Altarm im niederösterreichischen Orth an der Donau. Laura: "Mir gefällt am besten, wenn wir alle aufhören zu paddeln, entspannt im Boot sitzen und die Aussicht genießen können." Aldin: "Ich mag es am liebsten, wenn das Wasser platscht und alle in Harmonie und im gleichen Tempo mitpaddeln und am Ende alle ihr Ziel gemeinsam erreichen." Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Da capo: Salzburger Nachtstudio

Die Geschichte der Ersten Republik. Erzählt von Heinz Fischer. Teil 2: Die Jahre 1920 bis 1929. Gestaltung: Martin Bernhofer Hohe Arbeitslosigkeit, Staatsschulden und eine Hyperinflation gefährdeten die politische Stabilität der Ersten Republik von Anfang an. Im zweiten Teil seiner Sendereihe berichtet Heinz Fischer von den Umbrüchen der 1920er Jahre und den Herausforderungen für die junge Demokratie. In der aufgeheizten Stimmung begannen die Parteien militärische Begleitorganisationen zu gründen und aufzurüsten: die Heimwehr bei den Christdemokraten und der Republikanische Schutzbund im Umfeld der Sozialdemokratie. Beide großen Parteien entwickelten neue Parteiprogramme, mit denen sich die ideologischen Fronten verhärteten. Im Linzer Programm der Sozialdemokraten alarmierte der angesprochene "Klassenkampf" den politischen Gegner. Das im "Korneuburger Eid" der Heimwehr formulierte Bekenntnis zu einem starken Staatsführer verstärkte die Ängste vor einem autoritären Regime. Heimwehr und Schutzbund trugen mit ihren Aktionen zur Verschärfung politscher Spannungen bei. Tödliche Schüsse auf Schutzbündler bei einer Kundgebung in Schattendorf und ein Freispruch für die Täter heizten die Stimmung unkontrollierbar an. Straßendemonstrationen von Arbeitern in Wien eskalierten und führten zum Brand des Justizpalastes am 15. Juli 1927. Mehr als 80 tote Demonstranten und fünf tote Polizisten waren zu beklagen. Eine Sondersitzung des Nationalrates vertiefte die Gräben zwischen den politischen Lagern noch weiter. Trotzdem gelang mit der Verfassung des Jahres 1929 noch einmal ein politischer Kompromiss. Die Rolle des Bundespräsidenten wurde gestärkt, ohne die Ängste vor einem künftigen Führerstaat weiter zu schüren. Dass es in dieser vom Börsenkrach des Jahres 1929 überschatteten Zeit auch ein besonders fruchtbares kulturelles Klima gab, zeigen die Spitzenleistungen in Wissenschaft und Kunst, Literatur und Architektur.


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1988 - Dachausbau Falkestraße


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Dorian Concepts zweites Solo-Album "The Nature of Imitation" Der Wiener Oliver Thomas Johnson alias Dorian Concept nennt sich selbst einen "autodidaktischen Jazzmusiker, der sich selbst sampelt". Seine YouTube-Videos, auf denen er virtuose und groovende Soli auf einem Micro-Korg-Synthesizer zaubert, sind kleine Internet-Hits. Die schwirrenden Tasten-Figurationen sind die Grundlage viele seiner Musikstücke. Der Sound, den er entwickelt hat, macht ihn zum weltweit gefragten Musiker - so ist er etwa gemeinsam mit dem Hochgeschwindigkeitsjazzvirtuosen Flying Lotus aufgetreten. Auf seinem zweiten Soloalbum spiegelt sich dieser verspielte Zugang, der seine Musik zwischen Jazz und Dancefloor, Jam-Session und Disco setzt. Tracks der schnellen Schnitte und überraschenden Wendungen, die aber in der Lage sind, formale Spannung und zwingende Entwicklungsbögen aufzubauen.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Der Spanische Erbfolgekrieg (1701 - 1714). Mit Friedrich Edelmayer, Institut für Geschichte, Universität Wien. Gestaltung: Martin Adel Seltsam wie "unterbelichtet" der Spanische Erbfolgekrieg hierzulande in der öffentlichen Wahrnehmung ist. Ganz anders etwa - auch ganz aktuell - in Katalonien, wo man mit dem Machtwechsel von den spanischen Habsburgern zu den Bourbonen den Verlust nationaler Eigenständigkeit betrauert - und ihn zum Anlass, Ausgangspunkt neuerlicher Bestrebungen zur Eigenstaatlichkeit nimmt. Eine vielleicht verständliche, aber doch regionale Sicht auf einen dynastischen Machtkampf, in den allerdings große Teile Europas involviert waren. Die Schauplätze der kriegerischen Auseinandersetzungen zeigen es schon an: Sie reichen von Norditalien über deutsche Fürstentümer bis Süd-Spanien, ja sogar bis Rio de Janeiro. - Schließlich ging es bereits um Kolonialmacht und daraus abgeleitet, wirtschaftliche Vormacht. Wenn man außerdem bedenkt, dass in genau diese Zeit auch die "Vereinigung" Schottlands mit England fällt oder der Finanzplatz Amsterdam zugunsten Londons absackt, dann ist folgende These gar nicht so gewagt, wie sie klingt: Hier vollzieht sich die letzte große Weichenstellung für Europa vor der Französischen Revolution und insbesondere dem Wiener Kongress. Und bis auf Spanien (und die Katalanen und die Basken) haben eigentlich alle west- und mitteleuropäischen Mächte am Ende aus der Neuordnung Vorteile gezogen.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Eine sommerliche Reportage über das Leben in einer der landschaftlich schönsten Gegenden der USA. Gestaltung: Claudia Sarre Seit Generationen leben die Fischer im US-Bundesstaat Maryland vom Blaukrabben- und Austernfischen. Die östlich der Hauptstadt Washington gelegene Chesapeake Bay, ist nicht nur die größte Flussmündung der USA, sondern gilt auch als Proteinfabrik der Vereinigten Staaten: Die Meerestiere finden in dem sich über mehr als 300 Kilometer erstreckenden Brackwasser ideale Lebensbedingungen. Ähnlich verhält es sich mit den Wildpferden auf Assateague Island. Seit Jahrhunderten bevölkern die Pferde die dem Atlantik vorgelagerten Düneninseln. Sie sind klein, dick und enorm belastbar; nur so können sie in der Salzmarsch überleben.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Tourismus in Kärnten Von Benjamin Breitegger Wer im Sommer durch Kärnten fährt, liest manchmal das Wort Fremdenzimmer. Das südlichste Bundesland mit seinen Bergen und Seen ist beliebt bei Urlaubern: 2017 zählte man mehr als 13 Millionen Nächtigungen. Der Historiker Werner Koroschitz beleuchtet in der Ausstellung "Zimmer frei" mehr als hundert Jahre Kärntner Tourismusgeschichte. Kärnten-Werbung soll es aber keine sein. Koroschitz thematisiert die Anfänge des Tourismus um die Jahrhundertwende sowie seine Entwicklung im 20. Jahrhundert. Heute lautet der Slogan der Kärnten-Werbung "Lust am Leben". Die Vermarktung der Region ist zentral, Tourismus eine globale Industrie. Und der Geschichte Kärntens widmet sich eine Branchennische: der Geschichts- und Kulturtourismus.


19.30 Uhr

 

 

On stage

mit Andreas Felber. Poetische Klanglandschaften, frei improvisiert Berückende lyrische Soundscapes waren es, die das Trio Gesing/Mayer/Rohrer am 21. September letzten Jahres in der PKS-Villa in Bad Ischl ohne vorherige Absprachen und doch verblüffend organisch entwickelte. Klaus Gesing, der Sopransaxofonist und Bassklarinettist aus Düsseldorf mit Wohnsitz Italien, der in der Schweiz lebende schwedische E-Bassist Björn Meyer und der in Berlin ansässige Schweizer Schlagzeuger Samuel Rohrer erimprovisierten in hochkonzentrierter Interaktion intime elektroakustische Klangszenerien, mitunter spontan bestehende Themen aufgreifend, zumeist sich aber einfach dem entspannten kollektiven Ideenfluss hingebend - immer bereit, sich selbst zurück zu nehmen und der Stille Raum zu geben. Andreas Felber präsentiert die Höhepunkte des denkwürdigen Konzertabends.


21.00 Uhr

 

 

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

von Jaroslav Hasek. Es liest Wolfram Berger.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Jazz im Hof in St.Pölten 2. Geheimnisvolles Morgenland auf Schloss Halbturn 3. Kettcar im Rockhouse Salzburg Jazz im Hof in St.Pölten Im Karmeliterhof in St. Pölten finden vom 16. bis zum 18. August ausgewählte Konzerte statt, wenn es heißt: Jazz im Hof. Im Rahmen des Festivals tritt am 17. August Clemens Hofers Trio mit Jon Sass als Special Guest auf. Tags darauf werden gleich zwei Combos die Bühne im Hof entern: das Nenad Vasilic Trio einerseits, und das Trio PPP andererseits: Das Trio PPP vereint zwei Musikergenerationen: Der 82-jährige Saxofonist, Klarinettist und Bandoneonspieler Michel Portal ist seit Jahrzehnten als Musiker aktiv und hat eine internationale Karriere vorzuweisen. Er ist ein Meister der Improvisation und Abenteurer zwischen Jazz, Klassik und Filmmusik. Für das PPP Trio arbeitet er mit dem "Best of" der nächsten Generation zusammen: mit dem Akkordeonspieler Vincent Peirani und dem Saxofonisten Emile Parisien. Die zweite Combo des Konzertabends am 18. August ist das Trio um den Kontrabassisten Nenad Vasilic. Er spielt mit dem Pianisten Bojan Z und dem Percussionisten Jarrod Cagwin. Zu dritt nehmen sie den musikalischen Balkan als Ausgangspunkt und erweitern diesen um schräge Beats und ungewohnte Funkmuster. Geheimnisvolles Morgenland auf Schloss Halbturn "Geheimnisvolles Morgenland" - so der Titel der Ausstellung, die derzeit auf Schloss Halbturn zu sehen ist. Dabei geht es um die Länder und Kulturen, die an die Ostküste des Mittelmeeres anschließen: Sie galten bereits lange vor der Gründung des Römischen Reiches im 8. Jahrhundert vor Christus als Zentrum der Welt und als Brennpunkt kultureller und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Astronomie, Astrologie, Mathematik, Philosophie und Medizin sowie die vier Weltreligionen - Judentum, Christentum, Islam und Buddhismus - haben ihre Wiege im Nahen und Mittleren Osten. Europa blickte voll Bewunderung auf diese fremde Welt voller Schätze, unbekannter Waren und Fertigkeiten. Gewürze, Heilpflanzen, Düfte, märchenhafter Schmuck, kunstvolle Stoffe und Teppiche wurden zum Zeichen von Weltoffenheit und Kultiviertheit. Und so wie der Genuss von orientalischem Kaffee und Tee unverzichtbar geworden ist, so hat das Morgenland über Jahrtausende hinweg in den abendländischen Lebensraum hineingewirkt. Kettcar im Rockhouse Salzburg Die Hamburger Indie-Rocker Kettcar treten übermorgen, Mittwoch im Salzburger Rockhouse auf. Die 2001 in Hamburg gegründete Band hat eine lange Vorgeschichte: Sänger und Gitarrist Marcus Wiebusch war vor der Gründung von Kettcar seit 1991 Teil der legendären Punk-Band ?But Alive. Reimer Bustorff spielte bis zur Bandgründung von Kettcar in der Ska-Punk-Band Rantanplan, in die wiederum auch Marcus Wiebusch involviert war. Nun also Kettcar. Als Support spielt die Fortuna Ehrenfeld: Hinter diesem Pseudonym steckt der Kölner Multiinstrumentalist und Tausendsassa Martin Bechler.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Der vernetzte Mensch. Codes und Communities (1). Gestaltung: Sarah Kriesche Kurieren nach Kneipp. Die Wechselbäder des Volksmediziners (1). Gestaltung: Ilse Huber Ella Fitzgerald. First Lady of Song (1). Gestaltung: Ute Maurnböck


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

"Zeit mit Furrer" (3) bei den Salzburger Festspielen. Gestaltung: Reinhard Kager Zwei Schlüsselwerke von Beat Furrer stehen im Zentrum des dritten Konzerts einer Konzertreihe der Salzburger Festspiele, die dem diesjährigen Siemens-Preisträger gewidmet ist: Dem Ensemblestück "Gaspra" (1988) kommt in der Entwicklung von Furrers Komponieren insofern eine besondere Bedeutung zu, weil er darin erstmals mit strenger kompositorischer Konsequenz Geräuschklänge verwendet. Der Titel des Stücks bezieht sich auf einen riesigen Asteroiden, der von einer Supernova abgesprengt wurde und durch unser Sonnensystem irrt. Entsprechend nervös sind auch die Klangstrukturen dieses knapp 20-minütigen Stücks. Mit "... cold and calm and moving" (1992) ist das zweite Werk Furrers betitelt, das an diesem Abend vom oenm unter Franck Ollu aufgeführt werden wird. Dieses kleiner besetzte Stück für Flöte, Harfe, Violine, Viola und Violoncello ist der perfekte Kontrast zu "Gaspra", denn es enthält neben kurzen, heftigen Klangfiguren sehr viele gleichsam erstarrende Klangflächen. Flankiert werden die beiden Werke Furrers von zwei Kompositionen des im vergangenen Oktober verstorbenen Schweizer Komponisten Klaus Huber: dem Ensemblestück "L'ombre de notre âge" (1998/1999) und "Des Dichters Pflug" für Violine, Viola und Violoncello (1993). Letzteres bezieht sich wie Furrers "... cold and calm and moving", das von Versen Petrarcas angeregt wurde, auf einen Dichter, den von den Stalinisten in einem Lager zu Tode gequälten Russen Ossip Mandelstam, der später auch in Hubers 2001 uraufgeführtem Musiktheater "Schwarzerde" im Mittelpunkt stehen sollte.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Michael Köppel Musikauswahl: Beate Linke-Fischer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten